WRC

Italien: Die Fahrer in der Analyse - Teil 1

Wir blicken auf die Rallye Italien-Sardinien zurück und analysieren, wie die Fahrer mit den Steinen und der Hitze klargekommen sind. Teil 1:

Motorsport-Magazin.com - Sebastien Ogier (Volkswagen Polo R) Ergebnis: Platz 3
Die Mission: Von Sardinien mit einem größeren Vorsprung in der Meisterschaft zurückkehren. Das Ergebnis: Erreicht. Ogier wusste, dass er als Straßenfeger auf den ersten beiden Etappen nicht gewinnen kann und erklärte vor dem Event, dass er mit einem Podium zufrieden wäre. Das ist genau das, was er mitgenommen hat und als Sahnehäubchen fuhr er auf der live im Fernsehen übertragenen Power Stage Punkte ein - obwohl er in einer Haarnadelkurve geradeaus fuhr und den Rückwärtsgang einlegen musste! Nun sind er und seine Frau Andrea stolze Eltern des kleinen Tim. Gratulation an alle.

Eric Camilli (Ford Fiesta RS) Ergebnis: Platz 6
Eine herausragende Fahrt für jemanden mit so wenig Erfahrung auf Schotter. Wenn am Freitag nicht das Differential gebrochen wäre, wäre Platz vier möglich gewesen. Er fuhr seinen ersten Prüfungssieg und eine Reihe von Top-3-Zeiten ein. Der Franzose sorgte auch für einen der großen Momente der Rallye, als es so aussah, als würde er die Auftaktprüfung am Samstagmorgen gewinnen, ehe er von Kevin Abbring knapp geschlagen wurde. Seine Reaktion vor den TV-Kameras war Erstaunen und Freude in Reinkultur.

Eric Camilli fuhr seine erste Bestzeit ein - Foto: Sutton

Andreas Mikkelsen (Volkswagen Polo R) Ergebnis: Platz 13
Als Zweiter auf den Prüfungen hatte er etwas einfachere Bedingungen als Teamkollege Ogier - aber nicht viel einfachere. Er befand sich mit dem Franzosen und Mads Östberg in einem Dreikampf um Platz drei, als er am Samstagnachmittag einen Stein traf und der Querlenker vorne rechts an seinem Polo R brach. Er kehrte am Sonntag mit dem Fokus aufs Testen zurück und rutschte im Gesamtstand hinter Sordo.

Dani Sordo (Hyundai i20) Ergebnis: Platz 4
Sicherlich hätten nicht viele Menschen ihr hart verdientes Geld darauf verwettet, dass Sordo nach sechs Rallyes Platz zwei in der Gesamtwertung belegt. Aber er tut es - und verdient es mit seiner Konstanz am Steuer des Hyundai i20. Dies war sein vierter vierter Platz in Folge und er sammelt auf bewundernswerte Weise Punkte. Abgesehen von einem verspielten Heck (des Autos, nicht Danis), war sein einziges Problem ein klemmendes Gaspedal am Samstagnachmittag.

Hyundai zeigt die besten Sprünge der Rallye Sardinien: (01:07 Min.)

Henning Solberg (Ford Fiesta RS) Ergebnis: Platz 7
Wünscht ihr euch nicht auch, Hennings Enthusiasmus verkorken zu können und ihm zuzuhören, wenn ihr niedergeschlagen seid? Ein klemmendes Gaspedal dämpfte am Freitagnachmittag ein wenig Hennings 'Vollgas-Mantra', aber er kletterte bis auf Rang sechs, ehe ihn ein Aufhängungsproblem und ein angriffslustiger Eric Camilli am Sonntagmorgen auf Rang sieben zurückwarfen. Nicht schlecht für jemanden, der bis zum Shakedown am Donnerstag keine Chance auf einen Test hat.

Martin Prokop (Ford Fiesta RS) Ergebnis: Platz 11
Der tschechische Fahrer war ziemlich unglücklich, nachdem er mit einer 5-Minuten-Strafe startete. Diese erhielt er, da er ein Siegel an einem hinteren Differential gebrochen hatte, um nach dem vorherigen Event in Portugal Reparaturen durchzuführen. Prokop fühlte sich schlecht behandelt und war am Freitag und Samstag nicht ganz auf der Höhe, ehe er am Sonntag wieder etwas heiterer war. Er wird jetzt eine Pause von der WRC einlegen, um mit seinen Vorbereitungen auf die nächste Rallye Dakar zu beginnen, hofft aber, dass er später im Jahr ein weiteres Event dazwischenschieben kann.


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