WRC

Neuer Angriff 2016 - Latvala: Ewige Nummer zwei in Spanien?

Es scheint verhext. Jari-Matti Latvala gelingt in Spanien kein Sieg. Am Sonntag könnte es zum vierten Mal Platz zwei werden - wenn Andreas Mikkelsen mitspielt.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Es soll wohl einfach nicht sein. Jari-Matti Latvala fährt in Spanien zum vierten Mal dem zweiten Platz entgegen. Diese Position hatte der Volkswagen-Pilot bereits 2012, 2013 und 2014 inne. Wie in den Jahren zuvor hatte er auch in dieser Saison die Chance auf den Sieg, ein Reifenschaden am Samstagvormittag verhinderte dies aber neuerlich.

Früher war der Schotter das Problem. Das habe ich jetzt im Griff. Nun ist das Problem auf Asphalt aufgetreten.
Jari-Matti Latvala

"Ich war jetzt drei Mal in Folge Zweiter. 2011 lag ich ebenfalls auf Rang zwei, habe aber langsamer gemacht, um Mikko Hirvonen meine Position zu geben", erklärte Latvala auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Früher war der Schotter das Problem. Das habe ich jetzt im Griff. Nun ist das Problem auf Asphalt aufgetreten."

Sollten Ogier am finalen Tag nicht unerwartete Probleme ereilen, bleibt Latvala nur eines: Warten auf den nächsten Versuch. "Ich vermute, nächstes Jahr habe ich dann eine Chance", lachte der Finne. "Nun weiß ich, wie es auf Schotter und wie es auf Asphalt funktioniert. Ich muss nun beides zusammenfügen, dass ich keine Probleme am Auto habe."

Jari-Matti Latvala schafft in Spanien einfach keinen Sieg - Foto: Sutton

Duell mit Mikkelsen

Am Finaltag heißt es nun für Latvala aber, diesen anvisierten zweiten Platz auch ins Ziel zu bringen. Nur 2,9 Sekunden hinter ihm lauert Teamkollege Andreas Mikkelsen. "Andreas wird kämpfen", prognostizierte Latvala. "Aber ich werde den gleichen Speed fahren, den ich heute schon hatte und hoffe, dass es genug ist."

Ich blicke auf jeden Fall in Richtung Jari-Matti.
Andreas Mikkelsen

Genau das will Mikkelsen verhindern, wie er im Interview mit Motorsport-Magazin.com erklärte. "Ich blicke auf jeden Fall in Richtung Jari-Matti", sagte der Norweger. Zunächst hofft er, dass über Nacht noch einige Veränderungen am Setup seines Polo R WRC vorgenommen werden, die seinem Fahrstil mehr entgegenkommen. Dani Sordo im Hyundai, der nur 4,5 Sekunden hinter Mikkelsen lauert, sieht er am Sonntag nicht mehr als Gefahr. "Wir haben heute auf jeder Prüfung Zeit auf Dani gutgemacht, das klappt hoffentlich auch morgen."


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