WRC

Latvala führt in seiner Heimat - Rallye Finnland: Die Stimmen vom Freitag

Die Rallye Finnland zählt zweifellos zu den Favoriten der Piloten. Nach dem Freitag liegt Lokalmatador Jari-Matti Latvala vor Sebastien Ogier.

Motorsport-Magazin.com - Jari-Matti Latvala (1.): Es hat heute richtig viel Spaß gemacht. Was mich besonders freut: Dass ich meinen Frieden mit ‚Ouninpohja' geschlossen habe. Ich war dort noch nie so gut unterwegs wie heute. Für einen Finnen hat diese Prüfung einen sehr hohen Stellenwert, bei der Heimrallye in Führung zu liegen ebenfalls. Aber es sind noch zwei lange Tage und die Strecken werden uns auch morgen wieder alles abverlangen. Jetzt heißt es, weiterhin den Rhythmus und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Sebastien Ogier (2.): Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag hier in Finnland. Die Strecken sind fantastisch, allen voran ‚Ouninpohja'. Diese Prüfung ist wirklich ein Erlebnis und wahrscheinlich ist es die schönste Wertungsprüfung im gesamten Jahr. Die Geschwindigkeit, die vielen Sprünge und die rasanten Richtungswechsel fühlen sich an wie eine Achterbahnfahrt. Als Fahrer spürt man über die gesamten 34,39 Kilometer einen Adrenalin-Ausstoß nach dem anderen. Einfach großartig! Kompliment an Jari-Matti Latvala, der in seinem Heimatland erwartungsgemäß stark unterwegs ist. Um ihn zu schlagen, müssen Julien und ich in den nächsten zwei Tagen alles geben. Aber so dicht am Limit zu sein, ist nicht ohne - wie der Unfall meines Teamkollegen Andreas Mikkelsen gezeigt hat. Ein Glück, dass beide unversehrt geblieben sind - das ist am Ende das Wichtigste.

Kris Meeke (3.): Ich habe mich auf diesem schnellen Kurse im Auto genauso wohl gefühlt wie vergangenes Jahr, hatte aber ein seltsames Gefühl im Auto nach dem ersten Run auf Ouninpohja. Ich hörte ein Geräusch aus der Fahrzeugfront. Zunächst dachte ich, ich hätte einen Platten, aber dann hat es sich als ein Getriebeproblem herausgestellt. Das werden wir uns im Service genauer ansehen. Am Nachmittag habe ich mich noch mehr darauf konzentriert, dass Auto auf der Rennlinie zu halten und schaffte es sogar, eine Wertung zu gewinnen.

Mads Östberg (4.): Der Tag lief gut. Wir haben zu Beginn am Morgen einige Sekunden verloren. Ab der dritten Prüfung waren wir dann aber mehr oder weniger bei der Spitze. Wir werden so weitermachen und versuchen, Druck auf die Führenden auszuüben. Ich freue mich schon auf morgen, weil ich die Prüfungen liebe.

Ich denke, wir haben uns von Prüfung zu Prüfung verbessert.
Thierry Neuville

Thierry Neuville (5.): Es war ein harter Tag, aber ich denke, wir haben uns von Prüfung zu Prüfung verbessert. Wir hatten einen schlechten Start ins Wochenende, als wir beim Shakedown Donnerstagmorgen einen Crash hatten. Das Team hat einen hervorragenden Job geliefert, um das Auto zu reparieren. Aber wir hatten vor den Eröffnungsprüfungen noch einiges an Arbeit zu erledigen. Die Pace Notes waren nicht schnell genug und wir mussten unser Vertrauen ins Auto neu aufbauen. Die Bedingungen wurden nach dem Mittagessen besser und wir konnten mehr Gas geben.

Neuville crasht und fällt die finnischen Bäume: (01:07 Min.)

Daniel Sordo (6.): Ich bin diese Rallye letztes Jahr nicht gefahren, daher nutzte ich die heutigen Prüfungen, um mich an die schnellen Finnischen Kurse zu gewöhnen und ein Gefühl für meinen Hyundai i20 WRC zu bekommen. Wir gaben alles, hatten aber dennoch einen schwierigen Start. Das Heck des Autos bewegte sich zu Beginn von Ouninpohja ziemlich viel, aber sobald wir in die schmaleren Abschnitte kamen, war es viel schneller und das machte eine Menge Spaß. Wir haben am Auto einige Veränderungen vorgenommen und haben uns am Nachmittag verbessert. In der Wiederholungsprüfung Päijälä spürten wir, wie das Auto sehr heiß wurde und es stellte sich heraus, dass wir ein Problem mit dem Auspuff hatten. Wir versuchten, das zu beheben und konnten weiterfahren, um einige ordentliche Zeiten zu setzen. Daher ist der Abschluss auf dem sechsten Rang nicht so schlecht.

Ott Tänak (10.): Einige Kilometer vor Ende der zweiten Prüfung habe ich eine Kurve falsch genommen. Sie sah enger aus als wir das uns aufgeschrieben haben und standen beim Ausgang quer. Und da stand ein großer Stein, den wir berührten und haben unsere Stoßdämpfer beschädigt. Das war natürlich frustrierend, weil ich denke, wir hätten die Pace gehabt, um das Podium zu kämpfen. Glücklicherweise schafften wir es in den Servicebereich, haben aber viel Zeit verloren. Morgen geht's nur noch darum, rauszufahren und auf diesen fantastischen Prüfungen Spaß zu haben. Es liegt noch ein langer Weg vor uns und die Chancen stehen daher auch gut, in die Punkte zu fahren.

Khalid Al Qassimi (18.): Ich bin nicht wirklich zufrieden mit meiner Performance. Ich dachte, ich würde mich zwischen den beiden Etappen verbessern. Aber unter diesen Bedingungen mit dem Regen und den rutschigen Straßen, war ich nicht in der Lage, so schnell zu fahren, wie ich das gerne gehabt hätte. Es war schwierig, Selbstvertrauen auf diesen schnellen Straßen mit so vielen blinden Sprüngen aufzubauen. Ich habe versucht, die Risiken zu minimieren und hoffe, dass es morgen besser läuft als heute.

Elfyn Evans (20.): Wir fuhren zu Beginn von Ouninpohja weit raus und da war ein großer Stein am Ende der Kurve, der unseren hinteren Querlenker beschädigte. Wir schafften es, den Schaden provisorisch zu beheben und kamen zurück in den Servicebereich. Aber wir haben so viel Zeit verloren und mussten den ganzen Nachmittag das Auto reparieren.

Die Enttäuschung ist natürlich groß, dass der Schaden zu groß ist, um ihn hier vor Ort reparieren zu können.
Andreas Mikkelsen

Andreas Mikkelsen (ausgeschieden): Wir hatten uns für die Rallye Finnland viel vorgenommen und wollten vor allem unseren zweiten Platz in der WM verteidigen, möglichst sogar ausbauen. Doch leider war heute nicht unser Tag und wir sind vorzeitig ausgeschieden. Auf der fünften Prüfung war mein Aufschrieb etwas zu optimistisch. In einer langgezogenen Linkskurve mit einer leichten Kuppe, die bei perfekten Bedingungen voll geht, habe ich gelupft. Doch das war nicht genug. Uns ist die Straße ausgegangen und wir haben uns mehrfach überschlagen. Glücklicherweise ist der Polo R WRC ein sehr stabiles Auto und uns ist nichts Ernstes passiert. Die Enttäuschung ist natürlich groß, dass der Schaden zu groß ist, um ihn hier vor Ort reparieren zu können.

Hayden Paddon (ausgeschieden): Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass wir ausgeschieden sind. Wir hatten einen guten Vormittag und auch wenn es schwierig war, Grip und Vertrauen zu finden, haben wir Veränderungen vorgenommen, die uns für den Nachmittag optimistische stimmten. Einen Kilometer vor Ende der ersten Nachmittagsprüfung, haben wir das Heck verloren. John und mir ist nichts passiert, aber das Auto war zu sehr beschädigt, als dass das Team es hätte reparieren können.


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