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WRC

Schlechte Aussichten trotz Bestzeit - Sebastien Ogier Schnellster im Mexiko-Shakedown

Sebastien Ogier hat den Shakedown zur Rallye Mexiko für sich entschieden. Trotzdem bleibt der Weltmeister für die Rallye sehr pessimistisch.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Sebastien Ogier hat sich beim Shakedown zur Rallye Mexiko die Bestzeit gesichert. Der Volkswagen-Pilot absolvierte insgesamt fünf Runs auf der 5,5 Kilometer langen Strecke - seine Bestzeit von 3:47,6 Minuten gelang dem Franzosen auf der vierten Durchfahrt.

Hinter dem Weltmeister sortierte sich Thierry Neuville im Hyundai ein. Der aktuell Zweitplatzierte der Weltmeisterschaft absolvierte insgesamt drei Runs und blieb 2,2 Sekunden hinter Weltmeister Ogier zurück. Platz drei sicherte sich Citroen-Pilot Kris Meeke - ebenfalls auf seinem dritten Run. Vizeweltmeister Jari-Matti Latvala beendete den Shakedown auf Rang vier. Der Volkswagen-Pilot benötigte fünf Runs, um sich 0,1 Sekunde hinter Meeke einzusortieren. Mads Östberg im zweiten Citroen wurde zeitgleich mit Latvala Vierter.

Andreas Mikkelsen im dritten Volkswagen Polo R WRC komplettierte die Top-6. Robert Kubica lag lange an zweiter Stelle, musste sich am Ende aber trotz einer persönlichen Verbesserung auf Run drei mit Rang sieben begnügen. Eine weitere Verbesserung auf seinem vierten und letzten Run schlug fehl, da dem Ford-Piloten ein Fehler unterlief, wodurch er knappe 40 Sekunden hinter der Bestzeit blieb.

Die Top-10 wurden von Hyundai-Pilot Dani Sordo sowie den beiden Ford-Piloten Ott Tänak und Elfyn Evans komplettiert.

Ogier pessimistisch

"Ich bin mit dem Gefühl im Auto zufrieden und alles funktionierte gut, aber das bedeutet nicht, dass es auch für die Rallye gut aussieht", warnte Shakedown-Sieger Ogier im Gespräch mit der offiziellen WRC-Homepage. Durch die Änderungen im Reglement muss der WM-Führende sowohl am Freitag als auch am Samstag als erster Pilot auf die Strecke - durch die staubigen Schotterstraßen Mexikos möglicherweise ein großer Nachteil.

Wenn du das erste Auto bist, ist der Grip niedriger. Daher haben wir versucht, ein Setup zu finden, das bestmöglichen Grip bietet.
Sebastien Ogier

Während des Shakedowns arbeitete der VW-Pilot an Lösungen, den schwierigen Bedingungen bestmöglich zu begegnen. "Es ist eine einfache Aufgabe: Wenn du das erste Auto bist, ist der Grip niedriger. Daher haben wir versucht, ein Setup zu finden, das bestmöglichen Grip bietet."

Lediglich Regen könnte ein Vorteil für den Weltmeister sein, dieser ist in den kommenden Tagen rund um das Rallye-Zentrum von Leon aber nicht zu erwarten. Bei rund 25 Grad und strahlendem Sonnenschein liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei null Prozent. Nur am finalen Tag - mit umgekehrter Startreihenfolge - steigt das Regenrisiko auf zehn Prozent.

Shakedown-Ergebnis:

1.Sebastien Ogier, Volkswagen 3:47,6
2.Thierry Neuville, Hyundai +2,2
3.Kris Meeke, Citroen +2,5
4.Jari-Matti Latvala, Volkswagen +2,6
4.Mads Östberg, Citroen +2,6
6.Andreas Mikkelsen, Volkswagen +2,7
7.Robert Kubica, Ford +3,0
8.Dani Sordo, Hyundai +5,0
9.Ott Tänak, Ford +6,4
10.Elfyn Evans, Ford +6,5


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