Superbike WSBK

WSBK Laguna Seca 2018: Rea siegt in Rennen 1 vor Davies

Jonathan Rea holt sich den ersten Sieg beim Superbike-Rennwochenende in Laguna Seca. Der Kawasaki-Pilot landet vor Chaz Davies.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Bei schönsten kalifornischen Wettern geht das erste Superbike-Rennen des Wochenendes in Laguna Seca über die Bühne. Als erster Pilot überquert Jonathan Rea die Ziellinie und landet damit vor Chaz Davies und Alex Lowes auf dem Podium.

WSBK Laguna Seca 2018, Rennen 1: Schlüsselszene

Chaz Davies holt sich von der Pole Position aus den Holeshot zu Rennbeginn. Der Duati-Pilot führt danach für sieben Runden. Auf der siebten Runde macht Davies dann vor der Corkscrew-Kurve dann einen Fehler, den Rea sofort nutzt. Der Kawasaki-Pilot lauert hinter ihm und geht in der Corkscrew an Davies vorbei. Damit geht der amtierende Weltmeister in Führung, die er bis zum Ende des Rennens verwalten kann.

WSBK Laguna Seca 2018, Rennen 1: Rennfilm

Start: Davies, Rea und Sykes in der ersten Reihe starten alle toll, aber Davies kann sich den Holeshot holen.

1. Runde: Nach wenigen Kurven liegt Davies mit einem kleinen Vorsprung vor dem Kawasaki-Duo Rea und Sykes. Rea hat sich von Rang drei seinen Teamkollegen in der Startphase geschnappt. Dabei bleibt es aber nicht, Rea geht gleich zum Angriff auf Davies über, Sykes muss abreißen lassen.

2. Runde: Auf der Zielgeraden zum Start von Runde zwei will Rea an Davies vorbei gehen, aber Davies hat die bessere Linie. Sykes hält sich weiterhin auf den dritten Platz, hat aber kaum noch Anschluss an Davies und Rea. Lowes auf der Yamaha fährt von weiter hinten auf den vierten Platz vor und jagt nun Sykes. Savadori stürzt unverletzt in der letzten Kurve.

3. Runde: Rea erhöht den Druck auf Davies weiter, kann aber vorerst noch nicht am Ducati-Piloten vorbeigehen.

4. Runde: Baz geht in Kurve elf zu Boden, auch er bleibt unverletzt. Rea legt sich Davies zurecht, wagt aber noch kein Manöver.

5. Runde: Savadori stürzt ein zweites Mal, nachdem er nach Sturz Nummer eins wieder ins Rennen eingestiegen ist. Damit ist sein Rennen definitiv beendet. Davies und Rea haben jetzt bereits eine Sekunde Vorsprung auf Sykes, der immer noch Dritter ist.

6. Runde: Rea muss in Runde sechs minimal auf Davies abreißen lassen, verloren ist aber noch nichts.

7. Runde: Lowes auf Rang vier kann nicht wirklich auf Sykes aufholen, der Kawasaki-Pilot liegt immer noch auf Rang drei. Dafür holt Laverty auf Rang fünf auf den Yamaha-Piloten auf. In der Kurve vor der Corkscrew macht Davies einen Fehler, den Rea sogleich nutzt. Er geht in der Corkscrew in Führung.

8. Runde: Davies hängt hinter Rea, der versucht aber, seinen Vorsprung so schnell wie möglich auszubauen. Lowes‘ Rückstand auf Sykes liegt jetzt bei einer halben Sekunde.

9. Runde: Innerhalb einer Runde hat Lowes die Lücke auf Sykes auf 0.2 Sekunden zugefahren. Langsam wird er dem Kawasaki-Piloten gefährlich. Vor Ablauf der Runde ist Lowes an Sykes vorbei und damit neuer Dritter.

10. Runde: Davies muss in Runde zehn ein wenig auf Rea abreißen lassen, sein Rückstand wird immer größer.

11. Runde: Jacobsen ist in Kurve zwei bei seinem Heimrennen gestürzt, hat sich aber nicht verletzt. Mercado ist ebenfalls gestürzt, er war in den Zwischenfall mit Jacobsen verwickelt. Er ist allerdings in Kurve acht zu Boden gegangen.

12. Runde: Rea kann mit seinem Vorsprung auf Davies gut haushalten, der Ducati-Pilot ist ihm keine unmittelbare Gefahr mehr. Der Kawasaki-Pilot liegt 0.8 Sekunden vor Davies.

13. Runde: Sykes fällt Laverty in die Hände, der Aprilia-Pilot versucht, an ihm vorbeizukommen.

14. Runde: Davies kann ein paar Zehntel auf Rea aufholen. Laverty zieht an Sykes vorbei. Damit ist der Kawasaki-Pilot nur noch Fünfter.

15. Runde: Rea legt nach und öffnet die von Davies etwas zugefahrene Lücke wieder um ein paar Zehntel. Sein Vorsprung beträgt zum ersten Mal in diesem Rennen über eine Sekunde.

17. Runde: Rea verwaltet seinen Vorsprung vor Davies weiter. Lowes hält sich ebenfalls auf dem dritten Platz, genauso wie Laverty auf vier. Sykes kann nicht zurückschlagen und wird auch noch von Fores überholt. Damit ist er nur noch Sechster.

18. Runde: Camier hat ein offenbar technisches Problem und muss das Rennen abbrechen.

20. Runde: In Runde 20 zieht auch noch Melandri an Sykes vorbei, der damit mitlerweile Siebter ist. Rea scheint das Rennen sicher zu haben, Davies kann die Lücke auf den Führenden nicht wesentlich verkleinern. Razgatlioglu stürzt in der Corkscrew.

22. Runde: Rea spult auch gegen Rennende konstante Runden ab, Davies fällt immer weiter zurück. Melandri holt sich Fores und ist neuer Fünfter.

24. Runde: Auf den letzten zwei Runden holt van der Mark zügig auf Sykes auf.

25. und letzte Runde: Auf der letzten Runde passieren keine Überraschungen mehr: Rea fährt einen weiteren Sieg souverän nach Hause. Davies muss sich mit Rang zwei begnügen, Lowes komplettiert auf einem fernen dritten Platz das Podium. Laverty wird Vierter vor Melandri und Fores. Sykes kann den siebten Platz nach Hause fahren und van der Mark hinter sich halten. Torres und Gagne komplettierten mit den Plätzen neun und zehn die Top-10.

WSBK Laguna Seca 2018, Rennen 1: Reaktionen vom Podium

1. Jonathan Rea (Kawasaki): "Es war ein sehr schönes Rennen. Ich bin gut gestartet und Chaz ist am Anfang einen sehr starken Rhythmus gefahren. Ich saß dann nur hinter ihm und habe auf einen Fehler gewartet. Das ist dann auch in der Corkscrew passiert, aber es war trotzdem schwer, ihn zu überholen, weil er so einen guten Rhythmus hatte. Dieser Sieg ist für meine Mechaniker, weil sie heute Nacht lange auf waren und mir ein neues Bike gebaut haben, weil ich es gestern gecrasht habe."

2. Chaz Davies (Ducati): "Ich glaube nicht, dass mein Fehler mir den Sieg gekostet hat. Er hat es Jonathan ein bisschen einfacher gemacht, aber er wäre sowieso irgendwann an mir vorbeigegangen. Ich habe das ganze Rennen über versucht, mit den Reifen klar zu kommen. Aber wir kommen aus ein paar schwierigen Wochenenden und dann auf dem Podium zu stehen ist schön."

3. Alex Lowes (Yamaha): "Laguna Seca war eine schwierige Strecke für mich und Yamaha in den letzten Jahren. Hier auf dem Podium zu stehen ist also schön. Wir waren zwar viel zu weit hinter Jonathan und Chaz, aber es ist besser als nichts. Ich habe das Rennen wirklich genossen."


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