Superbike WSBK

WM-Führungsduo in Reihe eins, Guintoli hängt zurück - Laverty in Jerez auf der Pole

Eugene Laverty hat seine Ausgangsposition für das Superbike-Saisonfinale in Jerez bestmöglich gestaltet und setzte seine Aprilia vor Tom Sykes auf die Pole.
von Samy Abdel Aal

Motorsport-Magazin.com - Eugene Laverty startet bei den beiden finalen Läufen der Superbike-WM in Jerez von der Pole-Position. Der Aprilia-Pilot ließ in einer pfeilschnellen dritten Superpole WM-Topfavorit Tom Sykes hinter sich, während der WM-Dritte Sylvain Guintoli lediglich Rang fünf belegte und damit seine geringen Titelchancen weiter schwinden sah. Davide Giugliano komplettierte die erste Startreihe vor Landsmann Marco Melandri.

Das zweite Freie Training

Bei der letzten Generalprobe vor der Superpole setzte WM-Topfavorit Sykes seinen Titel-Rivalen Laverty und Guintoli bei sonnigen 26 Grad einen Warnschuss vor den Bug und erzielte in 1:42.414 Minuten die Bestzeit. Auf den Plätzen folgten Jules Cluzel, Toni Elias und Xavier Fores, noch vor dem Aprilia Werksduo Laverty und Guintoli. Der Qualifikationsschnellste Giugliano wurde lediglich Siebter. Wie bereits am Vortag verzeichnete die Aprilia-Maschine große Gripprobleme bei aufwärmender Strecke. Die Asphalt-Temperatur lag während der Session bei 30 Grad und stellte viele Fahrer vor Schwierigkeiten, was sich in den insgesamt langsameren Zeiten äußerte. Auch Pacesetter Sykes hatte zu kämpfen und stürzte gegen Mitte des Trainings in Kurve zehn, blieb jedoch wie auch BMW-Pilot Chaz Davies, der nach wenigen Minuten in Kurve zwei zu Fall kam, unverletzt.

Superpole 1 - Melandri Schnellster, die Favoriten halten sich zurück

In trockenen und warmen Bedingungen starteten die fünfzehn schnellsten Fahrer der beiden Qualifikationsläufe zur viertelstündigen ersten Superpole. Melandri stürmte mit einer schnellen Runde von 1:41.408 Minuten bereits früh an die Spitze, gefolgt von Elias und Giugliano. Davies und Laverty komplettierten die Top-Fünf. Sykes und Guintoli ließen es ruhig angehen und lagen Mitte der Session nur auf den Rängen sieben und neun, bevor sich Ersterer mit einer fliegenden Runde auf Rang vier nach vorne schob.

Das italienische Trio Federico Sandi, Ayrton Badovini und Lorenzo Lanzi kämpfte von Beginn an gegen den Cut und lag rund sechs Minuten vor dem Ende auf den drei Ausscheidungsplätzen 13-15. Nach einigen ruhigen Minuten an der Box machten sich die hinteren Fahrer rund vier Minuten vor Ende der Session auf ihren letzten Run, während sich die ersten Sieben inklusive der WM-Anwärter Sykes, Laverty und Guintoli ihrer Sache sicher waren und sich bereits für die zweite Superpole schonten.

Eine Minute vor dem Ende schob sich Nürburgring-Sieger Badovini auf Rang zwölf, während Michele Fabrizio als Letzter heftig, aber letztlich vergebens gegen das Aus kämpfte. Mit einer letzten schnellen Runde rettete sich Lanzi mit der Zielflagge weiter und verbannte Ducati-Werksfahrer Badovini doch noch ins Aus.

Ausgeschieden sind:

13. Badovini
14. Sandi
15. Fabrizio

Superpole 2 - Laverty mit bisher schnellster Zeit des Wochenendes

Zu Beginn der zweiten Superpole ließ sich keiner der WM-Anwärter auf der Strecke blicken. Giugliano nutzte die Gunst der Stunde und setzte in 1:41.702 Minuten die erste Bestzeit, die einige Minuten bestand hatte. Dahinter reihten sich Elias und Fores ein. Dann jedoch betraten Laverty und Sykes die Bühne und brannten auf Qualifying-Reifen jeweils Wahnsinnsrunden in den Asphalt. 1:40.841 Minuten benötigte Laverty für die bisher schnellste Runde des Wochenendes, Tom Sykes platzierte sich mit rund 0,2 Sekunden Rückstand dahinter.

Auch Guintoli zeigte nun jedoch, zu was er im Stande ist und schob sich mit einer Fabelrunde zwischen Laverty und Sykes. Leon Camier und Marco Melandri komplettierten rund vier Minuten vor Ende der zwölfminütigen Session die Top-Fünf, Chaz Davies als Neunter stand auf der Kippe der Ausscheidungsplätze, die von Lanzi, Mark Aitchinson und Broc Parkes belegt wurden. Rund 80 Sekunden vor dem Ende schob sich Aitchinson auf Rang neun und brachte Davies und seine BMW-Crew zum Zittern. Bereits nach der Zielflafgge schob sich Elias mit persönlicher Bestzeit noch auf Platz zwei, Chaz Davies schied trotz einer letzten fliegenden Runde aus.

Ausgeschieden sind:

10. Davies
11. Parkes
12. Lanzi

Superpole 3 - Laverty fliegt auf die Pole

Die ersten drei Minuten der zehnminütigen finalen Superpole brachten keine schnelle Zeit hervor. Giugliano bestätigte dann seine Topform des gesamten Wochenendes und setzte sich mit 1:40.839 Minuten zunächst an die Spitze. Jedoch konterte Laverty umgehend und setzte sich mit rund zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf Rang eins. WM-Topfavorit Sykes bewies seine Klasse und folgte Laverty auf Rang zwei. Rund viereinhalb Minuten vor dem Ende stürzte Elias bei der schonungslosen Zeitenjagd und landete auf Rang sechs liegend heftig im Kies. Guintoli konnte den beiden WM-Rivalen nicht ganz folgen und fand sich rund drei Minuten vor dem Ende lediglich auf Rang vier wieder.

Melandri, Elias, Camier, Fores und Überraschungsmann Aitchinson komplettierten die Plätze der dritten Superpole. WM-Leader Sykes, der mit einem Podestplatz den Titel definitv sicher hat, untermauerte somit noch einmal seine Ambitionen und hat nun beste Karten, den ersten Titelgewinn klar zu machen. Gegen Ende versuchte die Spitze noch einmal alles und sämtliche Fahrer verbesserten ihre Zeiten noch einmal, ohne dass sich die Positionen veränderten. Bereits nach der Zielflagge schob sich Melandri noch auf Rang vier und schob Guintoli somit noch weiter zurück.

Ergebnisse Superpole 3:

1. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1:40.620
2. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1:40.668
3. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 1:40.839
4. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1:40.930
5. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1:40.958
6. Toni Elias (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 1:41.347
7. Leon Camier (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1:41.837
8. Xavi Fores (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale 1:42.215
9. Mark Aitchison (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1:42.500


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