Beim Qualifikationstraining für den neunten und letzten Lauf des Porsche Carrera Cups Deutschland auf dem Hockenheimring kämpften der Tabellenführer Richard Westbrook und sein Verfolger Uwe Alzen um die beste Ausgangsposition im entscheidenden 18-Runden-Rennen am morgigen Sonntag, in das der Brite mit einem Punkt Vorsprung vor seinem deutschen Gegner startet.

Nachdem das Training wegen eines Unfalls, bei dem der österreichische Fahrer Martin Brückl unverletzt blieb, unterbrochen wurde, blieben den 37 Startern lediglich 20 Minuten für die Zeitenjagd. Im dichten Verkehr sicherte sich Uwe Alzen Startplatz zwei hinter Chris Mamerow, der zum zweiten Mal in der aktuellen Saison die Pole Position besetzt.

"Ich bin froh, aber ich bin nicht überrascht", sagte Mamerow. "Denn schon seit dem Norisring fahren wir stets ganz vorne mit. Heute war es etwas schwierig, zwischen den vielen Autos auf der Strecke eine einigermaßen freie Runde zu finden. Aber ich kann mich an solche neuen Situationen schnell anpassen. Ich hoffe, hier morgen eine gute Vorstellung abzugeben - auch mit Blick auf 2008. Denn ich habe mir vorgenommen, in der nächsten Saison im internationalen Porsche Supercup dabei zu sein."

Für Uwe Alzen ist am Samstag alles perfekt gelaufen. "Nun wünsche ich mir für morgen ein spannendes, sportliches und reguläres Rennen." Weit weniger glücklich verlief das Training für Richard Westbrook. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung lag der fünffache Sieger dieses Jahres auf dem vorläufigen 30. Startplatz. Im Verlauf der verbleibenden Trainingszeit kam Westbrook über die siebtbeste Zeit dann nicht hinaus. "Wir haben uns sehr intensiv auf dieses Qualifying vorbereitet, wir hatten eine klare und vielversprechende Taktik", sagte er. "Nach dem völlig unnötigen Unfall wurde die Trainingssitzung dann durch den starken Verkehr zur Lotterie. Die haben wir nun verloren."

Mit dem dritten Startplatz schloss der Franzose Nicolas Armindo an seine starken Leistungen der letzten Rennen an. Nur Armindo, der auf dem Eurospeedway siegte, hat noch eine geringe rechnerische Chance, die Vizemeisterschaft zu gewinnen. Neben dem Franzosen steht am Sonntag der Österreicher Martin Ragginger in Startreihe zwei. Christian Menzel steht auf Platz 9. "Ich bin überrascht, dass es nur zu P9 gereicht hat. Meine Runde war gut, mein Auto auch", sagte Menzel, der eine 1:42.7 oder 1:42.8 erwartet hatte. "Dann war es nur eine tiefe 1:43er Runde", klagte er. "Vom Gefühl her war die Runde aber top, schön, es gab keine Probleme, aber ich war um Welten zu langsam." Aufgeben gibt es aber nicht. "Jetzt werde ich morgen angreifen und Gas geben, vielleicht können wir noch etwas herausholen."