Carrera Cup

Sprachlos - einfach geil! - Jeffrey Schmidt feiert ersten Sieg

Jeffrey Schmidt feiert seinen ersten Sieg im Porsche Carrera Cup und übernimmt Platz zwei in der Meisterschaft.

Motorsport-Magazin.com - Historischer Erfolg für Jeffrey Schmidt beim fünften Rennwochenende des Porsche Carrera Cup! Der 21-Jährige gewann das Hauptrennen auf dem Red Bull Ring in Österreich am Sonntag. Nach Platz vier im Samstagsrennen übernimmt Schmidt den zweiten Platz in der Meisterschaft.

Ich bin sprachlos, das ist einfach genial! Ich war immer davon überzeugt, dass ich es schaffen kann.
Jeffrey Schmidt

Jeffrey, nach zuvor vier Podestplätzen ist dir jetzt dein erster Sieg im Porsche Carrera Cup gelungen. Was ist das für ein Gefühl?
Jeffrey Schmidt: "Ich bin sprachlos, das ist einfach genial! Ich war immer davon überzeugt, dass ich es schaffen kann. Jetzt hat es endlich geklappt. Einen Riesendank an mein Team und meine Unterstützer, die immer hinter mir standen und an mich geglaubt haben. Es ist ein Hammer-Gefühl, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen und nicht noch links oder rechts nach oben schauen zu müssen. Ich stand ja schon einige Male auf dem Podium, aber von ganz oben ist die Aussicht noch viel schöner. Daran könnte ich mich gewöhnen."

Der Sprung des Siegers - Foto: Alexander Trienitz

Das Hauptrennen am Sonntag war pures Spektakel. Erkläre bitte, wie du es vom sechsten Startplatz zum Sieg geschafft hast.
Jeffrey Schmidt: "Vor dem Rennstart hörte es zunächst auf zu regnen, nachdem es zuvor heftig geschüttet hatte. Gemeinsam mit dem Team trafen wir im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern die Entscheidung, auf Regenreifen zu setzen. Unsere Strategie ging voll auf, denn pünktlich zum Rennstart setzte erneut Regen ein. Auf der nassen Strecke übernahm ich schon in Runde eins die Führung und schaute nie mehr zurück. Bei einer frühen Safety-Car-Phase fuhren die meisten Autos an die Box, während ich draußen bleiben konnte. Bei insgesamt zwei Safety-Car-Phasen erwischte ich richtig gute Re-Starts. Beim Zieleinlauf hatte ich mehr als sieben Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten."

Auf dem Red Bull Ring fühle ich mich sowieso immer wohl, die Strecke liegt mir einfach.
Jeffrey Schmidt

Wie kamst du mit den schwierigen Bedingungen in Spielberg zurecht?
Jeffrey Schmidt: "Sehr gut. Auf dem Red Bull Ring fühle ich mich sowieso immer wohl, die Strecke liegt mir einfach. Im Regen war es ähnlich, ich konnte ein sehr kontrolliertes Rennen fahren. Mein Auto war perfekt eingestellt, auch dafür möchte ich mich bei den Jungs von Lechner Racing bedanken. Das gesamte Wochenende über habe ich mich in meinem Porsche sehr wohl gefühlt. Angesichts der nassen Bedingungen musste ich wegen meines guten Speeds nicht voll ans Limit gehen, sondern konnte mir einen kleinen Sicherheitspuffer behalten. Das Komplettpaket war perfekt und der Sieg beim Heimrennen meines Teams der verdiente Lohn nach all der harten Arbeit."

Im ersten Rennen hast du das Podest als Vierter nur knapp verpasst, aber weitere Punkte gesammelt. Wie sieht deine Herangehensweise für die weiteren Rennen im Carrera Cup aus?
Jeffrey Schmidt: "Nach diesem super Wochenende bin ich wieder Zweiter in der Meisterschaft. Bei noch drei ausstehenden Rennwochenenden ist alles drin. Ich habe die Gesamtwertung beim Saisonbeginn angeführt - warum sollte das nicht auch am Ende klappen? Nach den letzten Ergebnissen bin ich sehr zuversichtlich, dass wir auch in den kommenden Rennen ganz vorn mitfahren können. Ich habe bislang in jedem Saisonrennen Punkte eingefahren. Diese Konstanz - gepaart mit einigen Top-Ergebnissen - könnte sich am Ende des Jahres auszahlen."

Als Erster über die Linie - Foto: Alexander Trienitz

Vom 21. bis 23. August geht es für dich im Porsche Mobil 1 Supercup weiter. Spa-Francorchamps im Rahmen der Formel 1 gehört zu den Highlights des Jahres. Was rechnest du dir in Belgien aus?
Jeffrey Schmidt: "Auf Spa freue ich mich schon ganz besonders. Ich bin noch nie zuvor ein Rennen auf dieser legendären Strecke gefahren. Ähnlich war es beim vergangenen Supercup-Rennen in Ungarn. Den Kurs kannte ich ebenfalls kaum, konnte mich aber sehr schnell darauf einschießen. Auf dem Hungaroring war ich der zweiterfolgreichste Rookie. Ich reise jetzt auf jeden Fall mit einer Menge Selbstvertrauen nach Spa-Francorchamps."


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