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Ein schwarzer Tag - Tödlicher Unfall: Rennen abgebrochen

Der erste Lauf der VLN musste nach rund einer Stunde mit der roten Flagge abgebrochen werden. Bei einem Unfall wurde ein Zuschauer tödlich verletzt.
von Sönke Brederlow

Motorsport-Magazin.com - Tragischer Beginn einer neuen Saison auf dem legendären Nürburgring: Der Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft, die 61. ADAC Westfalenfahrt, musste nach rund einer Stunde mit der roten Flagge abgebrochen werden. Bei einem Unfall im Streckenabschnitt Flugplatz wurden mehrere Zuschauer verletzt. Einer von ihnen verstarb trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen im Medical-Center der Rennstrecke.

Jann Mardenborough verlor im schnellen Streckenabschnitt Flugplatz die Kontrolle über seinen Nissan Nismo GT-R GT3, hob ab und flog über die Streckenbegrenzung. Auch der stabile FIA-Zaun, der den Zuschauerbereich normalerweise schützen soll, konnte den Boliden nicht aufhalten. Das Fahrzeug des Nissan GT Academy Team RJN kam auf dem Dach zum liegen. Mardenborough blieb unverletzt.

Es ist ein schwarzer Tag für uns alle im Motorsport.
Christopher Mies

Viele Fahrerkollegen zeigten sich von den tragischen Geschehnissen schockiert. "Ein schwarzer Tag für den Nürburgring, seine Fans, Fahrer und Teams", schrieb beispielsweise Audi-Pilot Marc Basseng. "Mein Beileid und tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Verletzten dieser Tragödie."

"Wir sind eine riesengroße Familie im Motorsport! Egal ob Fahrer, Mechaniker, Marschalls oder Zuschauer!", war auch Jan Seyffarth, der das Rennen von der Pole-Position aus gestartet hatte, schockiert. "Wir alle lieben und leben unsere Leidenschaft! Die einen auf und die anderen neben der Strecke. Daher ist es unfassbar traurig, dass heute ein Zuschauer sein Leben bei unserer Leidenschaft verloren hat! Ergebnisse zählen heute nicht! Alle Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Familien! Daher widme ich auch unsere erste Pole-Position der Saison 2015 genau denjenigen! We are family!"

"Wir sind tief betroffen und mit unseren Gedanken bei den Angehörigen und Freunden der Unfallopfer", erklärte Falken Motorsports. Christopher Mies ergänzte: "Es ist ein schwarzer Tag für uns alle im Motorsport."

Nissan gedenkt den Angehörigen

Wir sind alle tief erschüttert von diesen Ereignissen und unsere unmittelbaren Gedanken gelten dem Verstorbenen und den Verletzten sowie deren Familien und Angehörigen
Nissan-Statement

Auch Nissan meldete sich mit einem Statement zu Wort. "Der Fahrer Jann Mardenborough konnte das Auto verlassen und wurde nach anfänglichen Checks im Medical Center zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht", ließ Nissan verlauten. "Die heutige Veranstaltung war eine Tragödie."

"Wir sind alle tief erschüttert von diesen Ereignissen und unsere unmittelbaren Gedanken gelten dem Verstorbenen und den Verletzten sowie deren Familien und Angehörigen", so Nissan weiter. "Das Team arbeitet eng mit der Rennleitung zusammen, um eine sofortige und gründliche Untersuchung des Vorfalls durchzuführen."

Der Nissan des Nissan GT Academy Team RJN - Foto: Patrick Funk

Aufgrund der tragischen Umstände wurde das Rennen nicht mehr gestartet, es findet keine Siegerehrung statt.