Motorsport / Interview

Überzeugender Saisoneinstand für Dennis Marschall im Audi Sport TT Cup - Dennis Marschall schlägt WRC-Star

Im Hockenheim-Lauf des Audi Sport TT Cup ließ Dennis Marschall Motorsport-Stars wie Andreas Mikkelsen und Scott Speed hinter sich. Was er dazu sagt:

Ein perfektes Qualifying und wichtige Punkte zum Saisonauftakt: Dennis Marschall zeigte am vergangenen Wochenende auf dem Hockenheimring, dass mit ihm in der Meisterschaft des Audi Sport TT Cup 2016 zu rechnen ist. Der Eggenstein-Leopoldshafener zeigte im Qualifying eine tadellose Leistung und sicherte sich für das Samstags- und Sonntagsrennen die Pole Positions. Den starken Eindruck bestätigte der 19-Jährige mit seinem ersten Podestplatz der neuen Saison in Rennen eins. Im zweiten Lauf hatte Dennis mit einem technischen Defekt zu kämpfen und rettete mit Platz fünf wichtige Meisterschafts-Punkte ins Ziel.

Dennis über...

...die Doppelpole:
Dennis Marschall: "Ich war beeindruckt vom Speed, den ich auf eine schnelle Runde fahren konnte. Im Qualifying zum ersten Rennen wurde es jedoch ziemlich eng. Mit weniger als einer Zehntel-Sekunde Vorsprung musste ich gegen Ende noch ein wenig zittern. Die Pole-Zeit für das Sonntagsrennen war dann schon eindeutiger. Wenn man bedenkt, dass mir andere Strecken im Rennkalender besser liegen als der Hockenheimring, war die Leistung im Qualifying mehr als zufriedenstellend."

...den ersten Podestplatz 2016:
Dennis Marschall: "Ich hatte am Samstag vom Start weg ein gutes Rennen. Während meine Konkurrenten versuchten, mit Push-to-Pass besser wegzukommen, konnte ich dank eines guten Starts darauf verzichten und es mir für die Gerade aufsparen. Ich behauptete Platz eins, musste mich aber in der zweiten Runde dem späteren Rennsieger geschlagen geben. Er war ziemlich am Drücker und hatte auch ein gutes Auto. Deswegen hätte er mich früher oder später ohnehin überholt. Ich wagte nach der Safety-Car-Phase einen Angriff und in der Spitzkehre wurde es eng zwischen uns. Es hat leider nicht mehr geklappt. Der zweite Platz geht daher in Ordnung."

...das Pech im Sonntagsrennen:
Dennis Marschall: "Auch diesmal hatte ich einen super Start. Ich konnte die Führung in den ersten zwei Runden behaupten. Nachdem ich in der ersten Kurve etwas heftiger über den Kerb gefahren bin, habe ich plötzlich Rauchentwicklung am linken Hinterreifen bemerkt. Als der Reifen anfing, an der Karosserie zu schleifen, hat mich das eine Menge Leistung gekostet. Ich merkte dabei, dass sich das Fahrverhalten meines Autos stark verändert hat. Vor allem in den Rechtskurven hatte ich ziemlich viel Übersteuern. Ich habe dann alles versucht, um das Beste aus der Situation herauszuholen. Platz fünf ist nicht ideal, aber immerhin konnte ich Schadensbegrenzung betreiben."

...prominente Gaststarter:
Dennis Marschall: "Mit dem WRC-Piloten Andreas Mikkelsen und dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Scott Speed hatten wir diesmal zwei prominente Gaststarter im Fahrerfeld. Mit Scott Speed habe ich mich über seine Vergangenheit in der Königsklasse unterhalten. Besonders interessant fand ich, was er über die veränderte Streckenführung des Hockenheimrings und den besonderen Anspruch, den der Audi TT cup an ihn stellt, zu erzählen hatte. Dass ein ehemaliger Formel-1-Fahrer nicht auf Anhieb im Tourenwagen klar kam, erhöht den Stellenwert der Rennserie um ein Vielfaches."

...Familie und Freunde an der Rennstrecke:
Dennis Marschall: "Der Saisonauftakt auf dem Hockenheimring ist mein Heimrennen, denn ich wohne nur 30 Kilometer entfernt von hier. Dass mich dabei meine Familie und Freunde an der Rennstrecke anfeuern, hat schon Tradition. Die Unterstützung ihrerseits gibt mir immer einen zusätzlichen Motivationsschub. Ich finde es auch cool, dass hier ganz viele Fans meinen Vater aus seiner aktiven Zeit kennen. Darauf werde ich sehr oft angesprochen und das macht mich natürlich stolz."

...das nächste Rennen auf dem Nürburgring:
Dennis Marschall: "Ich freue mich sehr darauf, auf den Nürburgring zurückzukehren. Die Streckenführung dort liegt mir etwas mehr als jene auf dem Hockenheimring. Die Schikane vor der Start/Zielgerade mag ich besonders, weil sie sehr speziell und technisch anspruchsvoll ist. Dort lief es auch letztes Jahr sehr gut für mich. Ich wurde zweimal Zweiter. Deswegen hoffe ich, dass ich dort Punkte auf den Meisterschaftsführenden gut machen kann. Natürlich ist es etwas ganz besonderes, im Rahmen des legendären 24-Stunden-Rennens zu fahren. In der Regel reisen mehr als 200.000 Fans an und die wichtigsten Vertreter des Motorsports sind vor Ort. Das wird sicher eines der absoluten Saisonhighlights und gibt mir nochmals einen Schub Extramotivation, dort zu Höchstform aufzulaufen.


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