Moto3

Moto3 Valencia 2017: Martin holt ersten WM-Sieg, Öttl wird 15.

Nach neun Poles schafft es Jorge Martin beim Moto3-Saisonfinale in Valencia endlich, seinen ersten WM-Sieg einzufahren. Philipp Öttl wird 15.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Was lange währt wird endlich gut. Nach neun Pole Positions in der Moto3-Saison 2017 schaffte es Jorge Martin beim Saisonfinale in Valencia endlich, seinen ersten WM-Sieg einzufahren. Er profitierte von einem Sturz von Gabriel Rodrigo. Weltmeister Joan Mir zeigte eine starke Aufholjagd.

Die Schlüsselszene

In Runde drei stürzt Gabriel Rodrigo auf Platz zwei liegend aus dem Rennen. Ihm passiert nichts, aber sein Rennen ist zu Ende. Mir schafft es gerade noch so, ihm auszuweichen. Dadurch fällt er auf Rang 19 zurück. Da die drei Piloten Martin, Rodrigo und Mir einen massiven Vorsprung auf die Verfolger hatten und Rodrigo und Mir damit ausgeschaltet sind, führt Martin damit allein mit einem großen Vorsprung.

Der Rennfilm

Start: Martin von der Pole startet sehr gut und holt sich den Holeshot. Weltmeister Mir startet weniger gut und fällt auf Rang drei zurück.

1. Runde: Während das restliche Fahrerfeld schon in Kurve zwei ist, darf Loi erst aus der Boxengasse starten. Martin führt nach wie vor, Rodrigo auf zwei hängt aber dicht hinter ihm. Mit einer minimalen Lücke ist Mir Dritter, ihm hängt Bastianini im Nacken. In Kurve 14 geht Martin weit, kann aber Rodrigo hinter ihm halten.

2. Runde: In Kurve eins nutzt Rodrigo Martins Fehler und geht kurzzeitig an ihm vorbei, aber der Spanier schlägt zurück und bleibt weiter in Führung. Am Ende der Runde können sich Martin, Rodrigo und Mir an der Spitze von den Verfolgern freifahren.

3. Runde: Trotz eines weiteren Fehlers früh in der Runde kann Martin seine Führung behaupten. Rodrigo und Mir hängen aber nach wie vor an seinem Hinterrad. Wenig später werden aus drei Führenden zwei: Rodrigo stürzt in Kurve neun. Er zwingt Mir damit dazu, weit zu gehen, um einen Kollision zu vermeiden. Der Weltmeister ist damit nur noch 19.

4. Runde: Martin führt jetzt mit einem Zwei-Sekunden-Vorsprung auf Guevara und Bastianini, die damit jetzt auf dem Podium stehen würden.

5. Runde: Hinter Martin wird der Kampf um den zweiten Platz immer härter: Bastianini ist in Runde fünf Zweiter vor Ramirez. Entschieden ist dabei aber noch lange nichts. Mir versucht so gut es geht, Plätze gutzumachen.

6. Runde: In Runde sechs wächst Martins Vorsprung auf über drei Sekunden an, während sich seine Verfolger weiterhin um Rang zwei prügeln. Mir hat nach zwei Runden zwei Plätze gut gemacht.

7. Runde: Auf der Zielgeraden zum Start von Runde sieben stürzt Di Giannantonio. Er hat Glück, dass ihm nichts passiert und er seinem Bike hinterherlaufen kann. Er kann sogar wieder ins Rennen einsteigen.

8. Runde: Martin führt mittlerweile mit vier Sekunden vor Bastianini, der seit längerem sein erster Verfolger ist. Das heißt aber nicht, dass er sich von Guevara und Ramirez hat freifahren können. Mir ist inzwischen auf Rang 14 vorgefahren.

9. Runde: Di Giannantonio kommt doch in die Box, weil er seine Fußraste beim Sturz verloren hat. Damit ist sein Rennen beendet. Martin baut seine Führung auf 4.1 Sekunden aus. Ramirez tauscht Plätze mit Ramirez und ist neuer Dritter. Mir kämpft weiter und ist in Runde neun wieder Elfter.

11. Runde: Martin bleibt nach wie vor unangefochten an der Spitze, Bastianini hat im Kampf dahinter etwas verloren und ist nur noch Fünfter. Neuer Spitzen-Verfolger ist Ramirez auf zwei vor Foggia, der damit ebenfalls auf dem Podium wäre.

12. Runde: Der Kampf hinter Martin geht in die nächste Runde. Bastianini drückt sich aggressiv an Guevara vorbei und ist damit Vierter.

13. Runde: Foggia setzt sich in Kurve eins gegen Foggia durch und wird neuer Zweiter. Bastianini verweist im selben Augenblick auch Ramirez auf die Plätze und ist mit Rang drei wieder auf Podiumskurs. Mir liegt nach wie vor auf Rang elf.

14. Runde: Martins Führung ist unangefochten, dahinter geht es aber nach wie vor rund. Bastianini kassiert Foggia und ist damit wieder Zweiter.

15. Runde: Der Kampf zwischen Bastianini und Foggia geht weiter, in Runde 15 liegt wieder Foggia vorn. Mir schafft den Sprung zurück in die Top-10.

16. Runde: Der Vorsprung Martins ist mittlerweile auf über sechs Sekunden angewachsen. Hinter ihm wechseln die Platzierungen unaufhörlich. Nach nur einer Runde ist Mir von zehn auf acht vorgefahren.

17. Runde: Fenati hat auf die Verfolger-Gruppe Martins aufgeholt und ist jetzt in Schlagdistanz für das Podium. Es sind aber mindestens noch fünf andere Piloten in derselben Gruppe, die dasselbe Ziel haben. Unter anderem Mir, der einen weiteren Platz gut gemacht hat und jetzt Siebter ist.

18. Runde: Fenati liegt jetzt an der Spitze der Verfolgergruppe, Mir macht zwei weitere Plätze gut. Martin fährt weiter unangefochten an der Spitze.

19. Runde: Auf der Bremse in Kurve eins schiebt sich Mir an seinen Konkurrenten vorbei und wird Dritter.

20. Runde: Martin führt inzwischen mit 6.6 Sekunden, Mir führt in Runde 20 die Verfolger an. Dritter wäre zu diesem Zeitpunkt Ramirez.

21. Runde: Mit Mir auf Rang zwei ist Martins Lücke zum ersten Mal im Rennen geschrumpft, sie liegt allerdings immer noch bei 6 Sekunden. Bastianini auf drei schafft es nicht, an Mir vorbeizukommen.

22. Runde: Martins Vorsprung liegt jetzt nur noch bei 5.9 Sekunden. Mit drei Runden auf der Uhr ist es für Mir aber unmöglich, ohne einen Fehler von Martin noch zu gewinnen. Bastianini bleibt nach wie vor Dritter.

24. Runde: In der letzten Runde wird es in der Verfolger-Gruppe hinter Martin noch einmal wild, alle Piloten versuchen noch irgendwie einen Podiumsplatz zu bekommen.

Ziel: Martin siegt nach neun Pole Positions in dieser Saison sein erstes Moto3-Rennen. Weltmeister Mir beißt sich durch und wird Zweiter vor Ramirez, der es ebenfalls aufs Podium schafft.

So lief es für Philipp Öttl

Philipp Öttl startete von Rang 16 aus ins Rennen. Nach einer Runde hat er nicht aufdrehen können, sondern fällt auf Rang 17 zurück. Nach Rodrigos Crash an der Spitze kann Öttl zwei Plätze nach vorn klettern und ist mit 21 Runden auf der Uhr 15. Im restlichen Rennen geht es für den Deutschen ein wenig auf und ab. Nach 24 Runden beendet er das Rennen schließlich als 15. und holt damit noch einen Punkt.


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