Nach einer wesentlichen Verbesserung der Rundenzeit im abschließenden freien Training, gelang es Randy Krummenacher am Samstagnachmittag nicht diesen Trend fortzusetzen. Der zweite Trainingstag mit dem für die Startaufstellung so wichtigen Qualifikationstraining ging bei besten Witterungsverhältnissen über die Bühne. Abgesehen von den guten äußeren Bedingungen befindet sich der Fahrbahn-Belag auf dem legendären Indianapolis Motor Speedway wegen dem geringen Grip-Level in einem sehr schlechten Zustand.

Unabhängig davon tut sich der zielstrebige Kalex-Pilot am ersten Rennwochenende nach der Sommerpause sichtlich schwer seinen Rhythmus zu finden. Die einzelnen Abschnittszeiten auf dem anspruchsvollen 4.126 Meter langen Rundkurs in der weltgrößten Sportanlage sind zweifelsohne konkurrenzfähig, jedoch im Verlauf einer gesamten Runde fehlt es an Konstanz. Die Ausgangslage für das zehnte Saisonrennen ist mit Startplatz 26 denkbar schlecht, trotzdem blickt der 22-Jährige dem Renntag keineswegs missmutig entgegen. Über die lange Distanz von 26 Runden muss man mit den Reifen schonend umgehen, weshalb eine mögliche Aufholjagd nicht ausgeschlossen ist.

"Am Vormittag ist es eigentlich nicht so schlecht gelaufen. Im Vergleich zum Freitag bin ich gleich besser in Schwung gekommen. Leider habe ich im Qualifying überhaupt keinen Rhythmus gefunden. Außerdem war es in der Anfangsphase schwierig auf einen schnellen Vordermann zu treffen. Nichtsdestotrotz, ich schaffe es einfach nicht eine fehlerfreie Runde auf den Asphalt zu knallen. Mit meinen besten Sektor-Zeiten wäre ich um eine knappe Sekunde schneller. Aber das ist als spekulativ, ich muss jetzt einen klaren Kopf bekommen und mich voll auf das Rennen konzentrieren. Über 26 Runden wird es bestimmt eines der ganz schwierigen, wobei aber wegen der langen Distanz noch einiges möglich ist. Das Grip-Niveau ist hier ganz gering, daher sind die Reifen zumeist schnell aufgebraucht. So gesehen ist dieses Wochenende noch nicht ganz abzuschreiben, aber selbstverständlich befinden wir uns mit dem 26. Startplatz nicht wirklich in einer guten Ausgangsposition", resümmierte Krummenacher