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Nach Tod von Charly Lamm: Erster Schnitzer-Einsatz in Bathurst

Das BMW Team Schnitzer absolvierte bei den 12h von Bathurst das erste Rennen seit dem Tod des langjährigen Teamchefs Charly Lamm.

Motorsport-Magazin.com - Es war ein emotionales Wochenende für Schnitzer Motorsport: Nach dem Tod des ehemaligen Teamchefs Charly Lamm steuerten Augusto Farfus, Chaz Mostert und Martin Tomczyk den BMW M6 GT3 auf den fünften Gesamtrang beim 12h-Rennen in Bathurst. Das Rennen war gleichzeitig der erste Auftritt von Herbert Schnitzer junior als neuem Teamchef am Kommandostand.

Schnitzer junior trat die Nachfolge des am 24. Januar plötzlich verstorbenen Charly Lamm an. Der langjährige Schnitzer-Teamchef wurde am 31. Januar auf dem Friedhof in Freilassing-Salzburghofen im engsten Familienkreis beigesetzt. Schon beim 24h-Rennen in Daytona eine Woche zuvor fuhren die eingesetzten BMW mit einem speziellen Gruß für Charly Lamm. Auch in Bathurst zierte ein "Godspeed, Charly" (Gute Reise, Charly) die Rennwagen.

BMW-Motorsport Direktor Jens Marquardt, der spontan aus Daytona nach Bathurst gereist war, sprach dem Team ein großes Lob aus. "Das BMW Team Schnitzer hat hier in Bathurst einen tollen Job gemacht - Charly wäre stolz gewesen. Jedem einzelnen Teammitglied und allen Fahrern gebührt ein riesiges Kompliment für eine hervorragende Leistung in einer emotional schwierigen Situation."

Die Mannschaften von Schnitzer und Walkenhorst auf der Strecke am Mount Panorama - Foto: BMW

Auf dem 6,213 Kilometer langen Kurs kämpfte die Fahrerbesetzung mit der #42 mit Temperaturen bis zu 37 Grad Celsius. Mit Platz 5 erreichte das Trio um Farfus, Mostert und Tomczyk das bisher beste Ergebnis für BMW Motorsport in der seit 2011 bestehenden GT3-Ära am Mount Panorama.

Beim vierten Start von Schnitzer in Bathurst nach 1987, 2017 und 2018 verpasste das Team die erste Podiumsplatzierung um nicht einmal 2 Sekunden. Der Schwester-BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport, in dem Nick Catsburg, Mikkel Jensen und Christian Krognes zum Einsatz kamen, fiel aufgrund eines technischen Problems aus.

Der frühere DTM-Champion Tomczyk war insgesamt zufrieden mit der Leistung: "Bei der Strategie haben wir das Bestmögliche herausgeholt, und wir Fahrer haben keine Fehler gemacht, immer die Kontrolle behalten und gute Rundenzeiten erzielt."

Tomczyks Markenkollege Farfus haderte dagegen mit dem Rennverlauf: "Leider hat uns im Kampf ums Podium letztlich ein Quäntchen gefehlt. Schade, dass wir im Zweikampf von der Strecke gedrückt wurden, aber so ist der Rennsport." Der #42 M6 vom Team Schnitzer kollidierte in der Schlussstunde mit dem späteren Sieger-Porsche um Matt Campbell, welcher aber von den Rennkommissaren freigesprochen wurde.


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