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24h Dubai 2018: Black-Falcon-Mercedes gewinnt bei GT3-Sterben

Bei den 24h von Dubai 2018 kommt kein GT3-Auto problemlos über die Distanz. Das Glück war am Ende dem Black-Falcon-Mercedes #2 hold. So lief das Rennen:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Abdulaziz Al Faisal, Hubert Haupt, Yelmer Buurman und Gabriele Piana haben das 24-Stunden-Rennen von Dubai 2018 für sich entschieden. Bei der 13. Auflage des Wüsten-Langstreckenrennens kam das Quartett mit dem Mercedes-AMG GT3 #2 von Black Falcon am problemlosesten über die Distanz und wurde nach 606 Runden als Sieger abgewunken. Denn ihre Konkurrenz hatte unisono mit Defekten, Strafen und/oder Unfällen zu kämpfen.

24h Dubai 2018: Die Top-10 im Ziel

Hinter den Siegern rangen Klohs / Kern / Jaminet / Müller im Manthey-Porsche #12 den Grasser-Lamborghini #964 von Ineichen / Ineichen / Engelhart / Bortolotti im Endspurt nieder. Der SPS-Mercedes #16 (Pierburg / Müller / Arnold / Baumann) und der Mücke-Audi #9 (Winkelhock / Ortmann / Weishaupt / Feller / Jöns) komplettieren die Top-5. Auf Platz sechs kommt der Cup-Porsche #37 vor dem WRT-Audi #777, der ganz am Ende noch für Drama sorgte. Achter wird die Chevrolet Corvette #18 von V8 Racing vor dem HTP-Mercedes #25 um Bernd Schneider und dem Herberth-Porsche #911.

P Fahrer Team-Auto Kl. Rd. Gap
1. Al-Faisal / Haupt / Buurman / Piana Black-Falcon-Mercedes #2 Pro 606
2. Klohs / Kern / Jaminet / Müller Manthey-Porsche #12 Pro 604
3. Ineichen / Ineichen / Engelhart / Bortolotti GRT-Lamborghini #964 Pro 5.275
4. Pierburg / Müller / Arnold / Baumann SPS-Mercedes #16 Am 597
5. Winkelhock / Ortmann / Weishaupt / Feller / Jöns Mücke-Audi #9 Pro 22.020
6. Kruglyk / Ledogar / Gaidai / Rovera Tsunami-Porsche #37 SPX 593
7. Al-Saud / Vergers / Vanthoor / Mies WRT-Audi #777 Pro 592
8. Braams / Huisman / Van T'hoff / Abresch / Hutchison V8-Corvette #18 Am 1:31.304
9. Hrachowina / Dontje / Schneider / Konrad / Bosi HTP-Mercedes #25 Am 1:49.535
10. Allemann / Bohn / Renauer / Renauer / Olsen Herberth-Porsche #911 Am 590

24h Dubai 2018: Die Highlights des Rennens

Plattfuß-Chaos in der Anfangsphase: Kaum beginnt das Rennen um 14 Uhr Ortszeit am Freitag, schon haben die ersten Teams mit einer Reihe von Reifenschäden zu kämpfen. Besonders schwer erwischte es dabei den Lamborghini Huracan GT3 #964 von Grasser Racing. Gleich drei Reifenschäden hinten links werfen das Auto zunächst um fünf Runden zurück. Auch der D'station-Porsche #20 und die Audi-Meute hatten Plattfüße zu beklagen.

Favoriten fallen in der Nacht zurück: Das Rennen zeichnet sich durch erstaunlich wenig Zwischenfälle und Unfälle auf der Strecke aus. Dafür schlägt dieses Mal gleich bei einigen Top-Fahrzeugen in der Nacht der Defektteufel zu: Beim Herberth-Porsche #911 (Stehbolzen und Lenkung), dem WRT-Audi #777 (Bremsprobleme, später eine Strafe) und dem Manthey-Porsche #12 (Bremsenwechsel und Hydraulikdefekt). Sie alle verloren einige Runden an Boden und konnten so nur noch auf Pech bei der Konkurrenz hoffen.

Unglaubliches Mercedes-Drama: Zu Beginn des letzten Rennviertels schien sich dann alles Pech auf die Mercedes-AMG-Fraktion zu konzentrieren. Die #84 ereilte ein Aufhängungsdefekt, der SPS-AMG #24 war in die Reifenstapel abgeflogen, der HTP-AMG #25 hatte Benzinprobleme und der MP-AMG #19 einen Reifenschaden. Das größte Drama spielte sich jedoch um die Mercedes #1 von Hofor Racing und #3 von Black Falcon ab. Beide schossen sich gegenseitig ab und schieden daraufhin aus.

Zweikämpfe in der Schlussphase: Der zweite und der fünfte Platz waren bis ganz zum Schluss noch hart umkämpft. Um die Position hinter dem Sieger kämpften der Manthey-Porsche #12 und der Grasser-Lamborghini #964 gegeneinander. Die letzte Code 60 rund 90 Minuten vor Schluss brachte den Porsche strategiebedingt in diesem Zweikampf in Pole-Position. Beim letzten Stopp übernahm jedoch der Lamborghini wieder Rang zwei. Mathieu Jaminet rang Rolf Ineichen im Endspurt aber irgendwie noch nieder.

Weiter hinten kämpften der Mücke-Audi #9 und der SPS-Mercedes #16 um die fünfte Position gegeneinander. Ricardo Feller übernahm kurz vor der letzten Code 60 den fünften Platz, verlor ihn durch die Renn-Neutralisation aber wieder. Dominik Baumann hielt den AMG letztlich vor dem Audi. Am Ende wurde es durch das WRT-Drama noch der Kampf um Rang vier.

Drama um den WRT-Audi: Nervenaufreibend wurde es ganz am Ende noch für die Crew des viertplatzierten WRT-Audi #777. Mohammed Bin Saud Al-Saud war durch ein defektes Getriebe langsam unterwegs, parkte gar zwei Mal neben der Strecke. Beim zweiten Halt fuhr er den Audi zu allem Überfluss noch auf ein Styroporschild, blieb hängen und musste abgeschleppt werden. Nach quälenden Minuten des Wartens konnte Al-Saud am Ende noch um den Kurs rollen. Er fiel noch von Platz vier auf Rang sieben zurück.

24h Dubai 2018: Stimmen vom Podium

Hubert Haupt (Black-Falcon-Mercedes #2, Platz 1): "Ich bin überglücklich! Das ganze Wochenende war einfach großartig. Abgesehen von einem kleineren Problem, das uns jedoch kaum Zeit gekostet hatte, lief alles perfekt. Das Auto lief wie ein Uhrwerk! Das Team hat optimal gearbeitet, keiner hat auch nur den geringsten Fehler gemacht. Das war der Schlüssel zum Erfolg hier in Dubai."

Yelmer Buurman (Black-Falcon-Mercedes #2, Platz 1): "Das ist ein unglaublicher Erfolg und ein großartiger Weg, um das Jahr zu beginnen. In meinem letzten Stint habe ich unseren großen Vorsprung von drei Runden verwaltet. Das war nicht leicht, man muss sehr fokussiert sein. Ich war nur eine Stunde lang im Auto, aber es hat sich wie drei Stunden angefühlt. Jetzt ist es Zeit zu feiern!"


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