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Den Defektteufel besiegen - ÖMR: Hinterreiter und Tischert greifen 2015 an

2014 waren Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert nur sporadisch unterwegs. 2015 soll eine komplette Saison in der ÖMR folgen - möglichst ohne Defekte.

Motorsport-Magazin.com - Die Saison 2014 konnten Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert nur teilweise bestreiten - technische Probleme machte dem Duo immer wieder zu schaffen. 2015 möchten sich die beiden aber wieder verstärkt in Erinnerung rufen. Wie gewohnt, werden sie dabei auf ihren Mercedes 190 2,3 E 16V setzen, der trotz seiner dezenten dunklen Färbung beim Publikum stets für Furore sorgte: Hinterreiter in Action, das ist stets verbunden mit ansehnlichen Driftwinkeln. Auch Christian Tinschert, der seit der Schneerosen-Rallye 2014 als Copilot mit dabei ist, kann diesem Spirit sehr viel abgewinnen. Der Geschäftsführer im Bankbereich ergänzt den Berufskraftfahrer perfekt.

Optimierungsbedarf herrscht für kommendes Jahr vor allem im technischen Sektor. Sowohl die AvD-Niederbayern-Rallye, wo die durchaus gelungene Vorstellung kurz vor Schluss beendet wurde, als auch die Herbst-Rallye 2014, die gleichfalls mit einer defekten Kraftübertragung im Umfeld der Hinterachse beendet werden musste, haben die noch vorhandenen Schwächen nach dem umfangreichen Umbau des Wagens gnadenlos aufgedeckt.

Reichlich PS waren im Gegensatz zu früher zwar zur Genüge vorhanden und auch die Bremsen aus dem früheren Gruppe A-Regal zeigten ihre Wirkung, aber das nützt alles nichts, wenn die Motorkraft nicht am Differential ankommt. Intensives Suchen nach stärkeren Teilen war also angesagt – fündig wurde man schließlich beim Team Stadler Motorsport bei Hannoversch Münden nahe Kassel/Deutschland, wo man einiges Know-how in der Restaurierung und im Tuning von alten "Renn-Benzen" besitzt. Als letzte große Neuerung wurde eine geradeverzahnte Gearbox als Getriebe montiert, die Reifenmäßige Versorgung erfolgt von nun an im Zeichen des Bibendum: Es wurden Michelins in allen Varianten beschafft, die bei einer Jänner-Rallye erforderlich sein könnten.

Eigentlich wurden also alle Vorbereitungen getroffen, um den Start ins Rallye-Jahr 2015 stilgerecht und würdevoll begehen zu können. Letzte Aufschlüsse darüber, ob alles sitzt, passt und Luft hat, sollte der traditionelle Testtag in Schenkenfelden am 28. Dezember 2014 (10.00 bis 16.30 Uhr) bringen. Man will nichts dem Zufall überlassen.

Der Wichtigkeit dieses erneuten Probelaufes im Wettbewerb sind sich Alle im Team bewusst. Es geht schließlich nicht nur darum, bei der Jänner-Rallye, dem unbestrittenen Saisonhöhepunkt der Rallye-ÖM, eine gute Figur abzugeben, man will auch sichergehen können, dass man für die geplanten Starts in der Austrian Rallye Challenge 2015 den richtigen Weg eingeschlagen hat. Dabei ist nichts hilfreicher als ein gutes Ergebnis – quasi schon im Vorfeld.


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