In der vierten Rennstunde lieferten sich die beiden Favoriten auf den Sieg beim Langstreckenklassiker von Le Mans einen spannendes Duell um die Führung. Die beiden besten Fahrzeuge beider Marken lagen so dicht zusammen, dass man sich immer wieder an der Spitze abwechselte und sich ein offenes Gefecht lieferte. Immer mehr wird klar: die 76. Auflage der 24 Stunden von Le Mans sind eigentlich ein Sprintrennen.

Kurz nachdem Dindo Capello am späten Nachmittag in den R10 mit der Startnummer 2 stieg, konnte er die von Allan McNish errungene Führung wieder an sich reißen, verlor diese aber mit jedem Boxenstopp wieder an den Peugeot mit der Startnummer 7. Nach dem siebten Stopp konnte Nicolas Minassian sogar seine Führung verteidigen und kam vor Capello zurück auf die 13 Kilometer lange Strecke an der Sarthe.

In den folgenden Runde konnte sich der Franzose immer weiter von seinem italienischem Verfolger absetzen. Nach einer Renndistanz von fünf Stunden führte Peugeot trotz der Probleme an den anderen beiden Wagen schon wieder mit 35 Sekunden. Audi scheint sich auf der zweiten Position dagegen mehr nach hinten konzentrieren zu müssen. Dort kommt Franck Montagny immer näher - der Lokalmatador fuhr teilweise fünf Sekunden schneller als sein Vordermann und drehte außerdem die bis dahin schnellste Runde des Rennens: 3:20.668 Minuten. Die Konkurrenten aus Ingolstadt haben dagegen den Vorteil, dass sie einen Umlauf mehr absolvieren können.

Während es an der Spitze eng zugeht, hat sich die LMP2-Klasse mittlerweile etwas beruhigt. Der Zweikampf zwischen Essex und Van Merksteijn flachte nach dem Einsatz des niederländischen Seniors deutlich ab. Der Abstand, der zu Beginn des Rennens nur wenige Sekunden betrug, ist nach fünf Stunden auf über eine Minute angewachsen.

Einen Wechsel gab es auch in der GT1-Kategorie: Corvette musste Aston Martin ziehen lassen und liegt mit beiden Boliden hinter den Briten. Der Abstand von 20 Sekunden ist allerdings noch nichts sehr aussagekräftig. Bei den kleinen GTs konnte der mit Melo/Salo/Bruni besetzte Ferrari derweil die Spitzenposition übernehmen. Das Team Risi Competizione bedankt sich freundlichst bei seinen Kontrahenten aus dem Porsche-Lager - sie eliminierten sich gegenseitig.