Um schlappe acht Sekunden unterbot Stephane Sarrazin die Pole-Zeit des Vorjahres. Neben dem Franzosen fuhr nur sein Landsmann und Peugeot-Teamkollege Franck Montagny eine Zeit unter 3:19 Minuten. Montagny war im zweiten Peugeot anderthalb Zehntel langsamer. Das französische Spitzentrio komplettierte Nicolas Minassian, der sich das Auto mit Ex-F1-Champion Jacques Villeneuve teilt.
"Wir sind schon sehr schnell", freute sich Pedro Lamy, der sich das Cockpit seines 908 HDi mit Sarrazin und Alexander Wurz teilt zu Autosport. "Ob wir noch schneller fahren können, hängt von der Strecke und dem Verkehr ab." Die Strecke sei jedoch immer schneller geworden und am Ende am besten gewesen.
Für Audi blieb nur die Verfolgerrolle: Rekordsieger Tom Kristensen belegte als bester R10-Pilot Platz 4. Dem Dänen fehlten beinahe sieben Sekunden auf die Bestzeit des schnellsten Peugeot. Hinter Kristensen platzierte sich dessen DTM-Markenkollege Mike Rockenfeller auf dem fünften Platz. Das Audi-Verfolgertrio komplettierte Frank Biela auf Rang 6.
"Es ist beeindruckend, aber nicht überraschend", sagte Tom Kristensen über die Pace der Konkurrenz. "Wir waren nicht auf schnelle Zeiten aus, aber wir werden diese Zeiten auch nicht erreichen." Auch Frank Biela glaubt, dass man bei der reinen Geschwindigkeit nicht mit den Franzosen mithalten könne. "Wir wissen alle, wie stark Peugeot ist. Momentan sind sie etwas zu stark." Er setzt auf die Zuverlässigkeit und Konstanz des Audi R10, beides ist bei einem 24h-Rennen nicht unwichtig.
Der beste Nicht-Diesel-Wagen war der Pescarolo von Jean-Christophe Boullion. Er war nur eine Sekunde langsamer als die Audi. Platz 8 ging an den Japaner Daisuke Ito im neuen Dome-Prototypen. Olivier Panis landete in seinem Courage-Oreca Judd auf dem 10. Platz, glaubt jedoch fest an eine Chance im Kampf um den Benzinersieg. "Es läuft gut", verriet der Ex-F1-Pilot in Le Mans. "Wir sind nah an den Pescarolos dran und können in der nächsten Session noch schneller fahren."



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