"Regen bringt Segen", dieser Spruch galt zumindest für Bruno Senna beim Qualifying für das zweite Rennen der britischen Formel-3-Meisterschaft: Zwar schnappte ihm Carlin-Fahrer Oliver Jarvis doch noch in letzter Sekunde die Pole-Position weg, aber der zweite Startplatz bedeutete nach den bisherigen Problemen an diesem Wochenende doch eine gewaltige Erleichterung.
Zum ersten Mal schlich sich ein leichtes Lächeln in seine Züge: "Das war doch jetzt schon um einiges besser. Im Nassen hat das Auto wesentlich besser gelegen, und außerdem kann man unter diesen Bedingungen halt auch fahrerisch noch ein bisschen was machen. Wenigstens gibt das auch wieder ein bisschen Selbstvertrauen, wenn man sieht, dass doch noch was geht. Hoffentlich bleibt es jetzt für das Rennen am späten Nachmittag auch noch nass, dann könnte ich da vielleicht auch vom elften Startplatz aus noch ein bisschen was machen. Und bis zu unserem zweiten Lauf morgen Vormittag darf es natürlich auch ruhig weiterregnen..."
Nicht ganz so glücklich war dagegen Maro Engel: Der hatte am Feitag im freien Training im Nassen ja noch sieben Zehntel vor seinem Teamkollegen Oliver Jarvis überlegene Bestzeit erzielt, jetzt reichte es mit einer Sekunde Rückstand auf Jarvis nur zu Platz fünf. Der Brite, der gegen Ende der Meisterschaft immer besser in Form zu kommen scheint, macht sich jetzt nach seiner zweiten Pole-Position sogar Hoffnungen, in der Meisterschaft doch noch einmal ein bisschen Druck auf Mike Conway ausüben zu können, der diesmal nur auf Rang vier landete: "Sicher muss ich die Poles jetzt noch in Siege umwandeln - aber es ist schon mal gut, zu sehen, das man unter allen Bedingungen schnell ist."

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