Auf dem ehemaligen GP-Kurs im portugiesischen Estoril steigt am kommenden Wochenende das dritte Rennwochenende der neuen A1GP Rennserie. Nach dem geglückten Debüt im britischen Brands Hatch sowie den beiden Läufen auf dem EuroSpeedway in der Lausitz, liefern sich die 25 Länderteams nun also in Portugal einen Kampf um Punkte und Platzierungen.

Zusätzliche Trainings-Sessions

Das ursprüngliche Rennwochenend-Format der A1GP-Serie sieht insgesamt drei einstündige Trainings-Sessions am Freitag und Samstag vor. Beim dritten Rennen in Portugal dürfen die Teams aber noch zwei weitere 40-Minuten-Einheiten absolvieren.

Der Grund dafür ist einfach: In Portugal stehen den Länderteams erstmals in dieser Saison zwei A1-Boliden zur Verfügung. Um diese einem ersten Shakedown unterziehen zu können, werden am Freitagmorgen vor den beiden offiziellen Trainings zwei 40-minütige Sessions abgehalten.

In Estoril erhalten die Teams ihre 2. Autos., Foto: Sutton
In Estoril erhalten die Teams ihre 2. Autos., Foto: Sutton

Die bislang verwendeten Rennwagen dürfen in diesen Extra-Sessions nicht eingesetzt werden. Sehr viel aber die zweiten Fahrer, die sich bislang in den Cockpits mit ihren Kollegen abwechselten.

So wird beim britischen Team Alex Lloyd den Shakedown des neuen Autos vornehmen. Im Rennen nimmt allerdings wieder Robbie Kerr im britischen A1-Boliden Platz.

Das gleiche Spiel betreiben auch die Niederländer: Während Jos Verstappen am Sonntag die beiden Rennläufe bestreiten wird, sitzt Jeroen Bleekemolen am Freitag in den beiden Zusatz-Sessions im zweiten Auto.

Premat für die Franzosen

Trotz einer dominanten Vorstellung am EuroSpeedway, muss der Franzose Nicolas Lapierre in Portugal wieder seinem Teamkollegen Alexandre Premat Platz machen. Somit wird nicht der Doppelsieger und Pole-Mann vom Deutschland A1GP, sondern dessen GP2-Kollege das Rennen in Portugal unter die Avon Reifen nehmen.

"Ich werde meine Meinung nicht ändern, nur weil Nicolas in Deutschland gewonnen hat", begründete Teamboss Jean-Pierre Driot seine Entscheidung. "Nicolas wird aber in Eastern Creek wieder im Auto sitzen."

Damit setzen die Franzosen ihre Cockpit-Sharing fort: Die Fahrer wechseln sich Rennwochenende für Rennwochenende ab. "Es wäre dumm nicht mit beiden Fahrern zu den Rennen anzureisen", schließt Driot aber nicht aus, dass möglicherweise beide Fahrer an einem Rennwochenende zum Einsatz kommen könnten. "Wenn einem Fahrer etwas passiert, dann könnte man nicht fahren."

Deutschland möchte den Aufwärtstrend fortsetzen

Ebenfalls zu einem Fahrerwechsel kommt es beim deutschen Team. Dort wird der Vizemeister der F3 Euro Series, Adrian Sutil, das Cockpit von Timo Scheider übernehmen. Dieser konnte vor allem bei seinem Heimspiel auf dem EuroSpeedway mit einer starken Vorstellung überzeugen. Leider kostete ihn ein Problem beim Boxenstopp die Chance auf dem Podest zu stehen.

Adrian Sutil ersetzt Timo Scheider., Foto: Sutton
Adrian Sutil ersetzt Timo Scheider., Foto: Sutton

"Unser Ziel ist es mit einem guten Ergebnis in beiden Rennen in der Gesamtwertung so weit wie möglich nach oben zu klettern", gibt Teamboss Willi Weber die Zielrichtung vor. "Der Aufwärtstrend ist ein gutes Zeichen und wir haben absolut keinen Zweifel an den Fähigkeiten unserer Fahrer und ich erwarte eine überzeugende Vorstellung unseres gesamten Teams."

Adrian Sutil freut sich jedenfalls sehr auf sein A1-Debüt, für welches er sogar das F3-Finale in Hockenheim sausen lässt. "Es hat sich gelohnt das Team zu allen Rennen und Tests begleitet zu haben und nun möchte ich die Beziehung zwischen mir und meinen Technikern verfeinern. Ich habe bereits eine gute Vorstellung davon, wie wir das Setup weiter verbessern können."