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GT World Challenge / Rennbericht

Parente wehrt in der Schlussphase gegen Rast ab - McLaren erkämpft sich den BSS-Nürburgring-Sieg

Bis zu den Stopps sah es bei der BSS am Nürburgring nach einer McLaren-Demonstration aus. Rast aber gab nicht auf und hetzte Parente. Letztlich reichte es nicht
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - McLaren konnte sich für die Niederlage im Quali-Rennen gegen Audi rächen. Das Hauptrennen des Sprint Cups der Blancpain GT Serie am Nürburgring gewannen Alvaro Parente und Rob Bell im McLaren 650 S für das Garage 59 Team. Rast/Stevens im Audi R8 jagten den McLaren bis zum Schluss, allerdings vergeblich. Den letzten Platz auf dem Podium holten Schneider/Szymkowiak im Mercedes. Gegen den Sieger wurde zwar noch wegen eines möglichen Frühstarts ermittelt, die Kommissare sprachen Rob Bell letztlich frei. Damit ist das Rennergebnis endgültig.

Die Startaufstellung: Das Grid zum Hauptrennen ist gleichbedeutend mit dem Ergebnis des Quali-Rennens vom Samstag. Dementsprechend steht der Audi #33 von Mies/Ide auf der Pole-Position, neben ihm startet der McLaren #58 von Parente/Bell. Es folgen drei weitere Audi in den Top-5, mit Rast/Stevens vor Perera/Stockinger und Müller/Vanthoor. Dahinter folgen Bentley mit Soulet/Soucek, BMW mit Eng/Sims und Mercedes mit Schneider/Szymkowiak. Die Top-10 beschließen BMW mit Martin/Dusseldorp und Mercedes mit Buhk/Baumann in Reihe fünf.

Der Start: Rob Bell setzte sich beim Sprint zur ersten Kurve wieder in Führung vor Enzo Ide, Will Stevens und Nico Müller. Damit führt ein McLaren wieder vor drei Audi. Der Bentley von Andy Soucek lag beim Anbremsen von Kurve eins schon auf Rang drei, kollidierte dann aber mit dem Audi von Marlon Stockinger. Die Folge: Schaden am Bentley, Soucek schlich an die Box zurück. Stockinger fiel weit zurück.

Die Anfangsphase: Bell konnte gleich ein Sicherheitspolster auf das Audi-Trio herausfahren. Hinter Müller, der auf Rang vier liegend zurückfiel, duellierten sich Szymkowiak, Sims, Baumann und Norbert Siedler im Ferrari 488 hart. Siedler setzte sich letztlich durch im Kampf um P6. Kurz darauf übernahm Stevens den zweiten Platz von Ide, der auch von Müller, Szymkowiak und Siedler eingeholt wurde. Szymkowiak rang Müller für Platz vier nieder und übte wenig später auch Druck auf Ide aus. 41 Minuten vor dem Ende trickste Szymkowiak Ide beim Anbremsen von Turn 1 auf und übernahm damit Platz drei, Siedler zog an Müller vorbei. Mit 37 Minuten auf der Uhr hat Siedler auch einen Weg an Ide vorbei gefunden. Die Reihenfolge beim Öffnen des Pit-Stop-Windows: Bell, Stevens, Szymkowiak, Siedler, Ide, Müller, Baumann.

Die Boxenstopps: Gleich mit Öffnen des Boxenstopp-Fensters kamen Ide, Müller und Baumann zum Service herein. Eine Runde später ging auch Spitzenreiter Rob Bell an die Box. Mit 29 Minuten auf der Uhr bog auch Stevens in Richtung Boxengasse ab. An der Reihenfolge der Top-3 änderte sich nichts, trotz erneut besserer Arbeit bei Audi. Parente im McLaren #58 führte vor Rast im Audi #28 und Schneider im Mercedes #86. Platz vier hingegen hat nun Mies im Audi #33 übernommen, vor Seefried im Ferrari #333 und Buhk im Mercedes #84. Der Audi #1 fiel nach einem verpatzten Stopp weit zurück.

Die Schlussphase: Die Top-6 umrundeten nach den Boxenstopps die Kurzanbindung des Nürburgrings in drei Zweier-Gruppen. Besonders hoch her ging es im Kampf um Platz fünf zwischen Seefried und Buhk. Ihr Fight erlaubte es Laurens Vanthoor im Audi #1 aufzuholen und ebenfalls mitzumischen. An der Spitze gab René Rast alles und jagte Alvaro Parente im führenden McLaren. Den entscheidenden Schnitzer leistete sich Rast sechs Minuten vor dem Ende. Parente baute seinen Vorsprung von knapp einer Sekunde wieder auf etwas über zwei Sekunden aus. Die Vorentscheidung.

Die Platzierungen: Parente/Bell fuhren den Sieg vor Rast/Stevens im Anschluss sicher nach Hause. Schneider/Szymkowiak holten für Mercedes Platz drei, Schneider setzte sich dabei in seinem Stint von Mies ab, der zusammen mit Ide Vierter wird. Auf Platz fünf retteten sich Siedler/Seefried im Ferrari ins Ziel, gefolgt von Buhk/Baumann im Mercedes und Vanthoor/Vervisch im Audi. Die Plätze acht und neun gehen an die BMW-Piloten Martin/Dusseldorp und Eng/Sims. Die Top-10 beschließen Vautier/Rosenqvist im Mercedes.


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