Nach dem gestrigen Rennen war Jerome D'Ambrosio enttäuscht - er kam nur auf dem neunten Platz ins Ziel, verpasste Punkte und die Pole für das zweite Rennen. Doch dann kam alles anders. Andreas Zuber wurde disqualifiziert und durfte bei seinem Heimspiel in Spa-Francorchamps doch von der ersten Position starten. 17 Runden und eine Gerade führte er vor den belgischen Fans, bis er fünf Kilometer vor dem Ziel von Pastor Maldonado überholt wurde. Kein Wunder, dass der Dams-Pilot nach dem Sprint gemischte Gefühle hatte...
"Insgesamt gesehen war das ein toller Tag für mich und ein gutes Rennen, aber ich bin auch etwas enttäuscht, denn ich habe bis zur letzten Runde geführt", sagte D'Ambrosio im Gespräch mit dem adrivo Motorsport Magazin. Doch auch aus einem zweiten Platz kann man positive Erkenntnisse ziehen: "Jetzt wissen das Team und ich allerdings, das wir Rennen gewinnen können, auch wenn es heute nicht ganz gereicht hat - und dieses Wissen ist sehr wichtig." Das Qualifying verpatzte der Rookie übrigens völlig, startete im Hauptrennen nur von Platz 21. "Im Motorsport muss man immer bis zum Ziel kämpfen, es kann alles passieren."
Das Duell gegen Maldonado war eigentlich kein richtiger Zweikampf. D'Ambrosio hatte keine Chance, den schnellen Piquet-Pilot hinter sich zu halten, als er auf der langen Geraden nach Eau Rouge angegriffen wurde. "Maldonado war sehr schnell, aber wir wissen nicht wie die Flügel eingestellt waren. Daher will ich keine Schuld auf den Motor schieben", erläuterte der 22-Jährige. "Es kommt auch auf die Ausfahrt aus der ersten Kurve an - und wenn man alles zusammenrechnet, war Pastor einfach schneller. Aus welchem Grund auch immer war er auf der Geraden schneller. Da ich im zweiten Sektor schnell war, könnte es aber tatsächlich eine andere Flügeleinstellung gewesen sein."

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