War der Start der Schlüssel zum Erfolg?
Andy Soucek: Der Start war sehr gut - ich kam vom 13. auf den siebten Platz, dann fuhr Adrian Valles vor mir in die Box, um seine Durchfahrtsstrafe anzutreten. Ich übernahm Platz sechs - und danach gab es nicht mehr viel für mich zu tun. Ich hing hinter Bruno Senna fest, konnte ihn aber unmöglich überholen.

Einige behaupten, du hättest die Schikane genauso abgekürzt wie Adrian Valles...
Andy Soucek: Das Problem war, dass Christian Bakkerud auf Andi Zuber geflogen ist. Ich sah das Chaos in der ersten Kurve und wusste: Wenn ich links bleibe, krache auch ich mit einem Gegner zusammen. Dann sah ich, wie Pastor Maldonado nach seiner Berührung mit Karun Chandhok in die Mauer krachte - wieder musste ich bremsen. Letztlich konnte ich die Schikane nicht anders fahren, denn sonst hätte ich auch einen Crash gehabt. Das war alles ganz legal.

Warst du zufrieden mit deinem Speed?
Andy Soucek: Ja, aber es war unmöglich zu überholen. Bruno sagte zu mir, ich hätte sehr viel Druck gemacht, aber vorbeizukommen war undenkbar. Er war ähnlich schnell wie ich, insofern konnten wir das Rennen nur in dieser Reihenfolge beenden.

Siehst du Platz sechs noch als guten Abschluss deines Wochenendes?
Andy Soucek: Ja, denn nach meinem Fehler im Qualifying hatte ich schon nicht mehr an Punkte geglaubt. Ich habe noch das Beste aus der Situation gemacht.

Es gab vertragliche Unstimmigkeiten mit deinem Team. Weißt du, wie es für dich in der GP2 weitergeht?
Andy Soucek: Da habe ich leider selbst noch keine Ahnung. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Es wird sich in der GP2 generell sehr viel tun, so dass auch andere Fahrer vielleicht nicht die ganze Saison fahren können. Ich habe schon einige andere Optionen.