Mit seinem souveränen Start-/Zielsieg hatte Mike Conway beim monegassischen Sprintrennen nur bedingt für Spannung sorgen können. Einen Part, den stattdessen Ho-Pin Tung und Alvaro Parente auf den beiden übrigen Podestplätzen übernahmen: So sorgten die beiden Verfolger für ein durchaus sehenswertes Duell - ohne jedoch tatsächlich ihre Positionen zu tauschen. Tung und Parente analysierten das Kräfteverhältnis unterschiedlich:
"Nach dem Restart habe ich hart gepusht, konnte aber mit Mike nicht mithalten. Ich entschied mich, kein unnötiges Risiko einzugehen. Dann schloss Parente ein wenig auf mich auf, aber mit einer schnellen Runde konnte ich ihn jeweils wieder auf Distanz halten", sah sich Conways Teamkollege nicht gefährdet. Parente korrigiert: "Ich war deutlich schneller als er, aber es gab einfach kein Vorbeikommen. Ich wollte auch nicht riskieren, dass wir beide rausfliegen - und anders wäre es wohl kaum gegangen, einen Überholversuch zu starten."
Einiger sind sich die beiden Kampfhähne bei der Bewertung ihres Monaco-Wochenendes. "Das war das Optimale, was möglich war. Insgesamt war es ein besseres Wochenende, als ich nach dem Qualifying erwarten konnte, immerhin habe ich zweimal ganz gut gepunktet", resümiert Parente. Tung nahm die Niederlage gegen seinen britischen Teamkollegen mit Gelassenheit - und freute sich, seinen ersten GP2-Podestplatz ausgerechnet im Fürstentum errungen zu haben: "Nach meinem Crash in der zweiten fliegenden Runde meines Qualifyings hätte ich dieses Ergebnis nicht mehr erwartet. Das gibt mir Auftrieb für den Rest der Saison."

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