Von Startplatz 24 noch auf Rang elf zu fahren, ist in Monaco schon eine ordentliche Leistung, doch Andreas Zuber war mit dem Ergebnis dennoch nicht ganz zufrieden. "Das Problem war, dass ich beim Start hinter dem zweiten DPR und dem Durango gehangen bin. Der war so langsam, das war nicht normal. Dann waren Tung und Rodriguez im Weg und da habe ich so viel Zeit verloren, das konnte ich nicht mehr aufholen", sagte der Österreicher gegenüber motorsport-magazin.com.
Immerhin konnte er erkennen, dass er nach seinem Stopp ähnliche Zeiten wie die Spitze fuhr, doch bald war er auf Javier Villa aufgefahren und dann hing er wieder fest. "Überholen geht nicht", klagte er. Was folgte, war der Unfall mit Stau in Mirabeau und da musste sich Zuber ein wenig über Bruno Senna ärgern, der einfach links überholt hat, während er sich artig anstellte. "Da muss er ein bisschen aufpassen, denn da sind schon die Streckenposten weg gesprungen und das war schon etwas gefährlich", meinte Zuber.
Als es dann weiterging, ließ er auch seinen Teamkollegen Pastor Maldonado vorbei und musste ihn auch ziehen lassen, da seine Reifen schon einigermaßen mitgenommen waren. "Ich bin dann zu Ende gefahren und habe die blauen Flaggen etwas ausgenutzt, denn damit kam ich an zwei Leuten vorbei - die haben das nicht richtig gesehen", schmunzelte er. Einmal schnappte er sich so Yelmer Buurnan, ein anderes Mal Villa. "Dann war ich Elfter und mehr ging leider nicht. Das Auto war OK. Ich weiß, dass ich gleich schnell fahren kann, wie die vorne, aber in Monaco kann man nichts machen, wenn man hinten startet", sagte er.
Am Sonntag will er von Startplatz elf aus dann ein wenig mehr riskieren, weiß aber, dass der Rest des Feldes es nicht viel anders machen wird. "Das wird sicher interessant. Vielleicht gehen sich die ersten Sechs aus, das wäre schön für mich." Ein wenig Trost war für Zuber, dass von den Spitzenreitern der GP2 eigentlich nur Senna richtig punkten konnte. "Gut war, dass Pantano und Grosjean nicht gepunktet haben und damit nicht weggezogen sind. Die Meisterschaft ist nach vorne also gleich geblieben, der Unterschied zum Ersten ist gleich. Das ist für mich heute ein großer Segen - nach der unfairen Strafe."

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