Der ehemalige Formel 1 Pilot Giorgio Pantano konnte heute in der Türkei ordentlich auftrumpfen. Mit einem Vorsprung von zweieinhalb Zehntelsekunden deklassierte er seine Konkurrenten. Andreas Zuber erreichte den zweiten Platz und war somit der erste Verlierer des Zeittrainings. "Das war mein Tag. Aber eigentlich ist es immer mein Tag", witzelte er nach dem Qualifying. "Wir haben einen guten Job gemacht und das Auto war sehr gut. Das habe ich dem Team zu verdanken. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, auf dem Auto sowie auf der Strecke", freute sich der Italiener.

Das im Team von Racing Engineering gute Arbeit erledigt wurde, belegten nicht nur die Resultate. Während viele Piloten aufgrund der niedrigen Temperaturen mit den Reifen zu kämpfen hatten, konnte Pantano mit einem perfekt abgestimmten Auto auf Zeitenjagd gehen. "Die Reifen haben gut funktioniert und alles ist perfekt gelaufen. Wir müssen das auch morgen umsetzen."

Im Bezug auf seinen Boliden ist Pantano jedenfalls optimistisch. "Ich hoffe, dass wir unsere Leistung vom Qualifying auch auf das Rennen übertragen können. Das Auto ist jedenfalls brillant", sagte er. Dass der Ex-Jordan-Pilot etwas mehr Erfahrung auf der Strecke in Istanbul hat als seine Konkurrenten bringe keinen bedeutsamen Vorteil. "Die Fahrer haben hier alle schon ziemlich viel Erfahrung. Die meisten sind bereits zum zweiten Mal hier. Für mich ist es das dritte Jahr auf dieser Strecke. Viel Unterschied macht das aber nicht."

Insgesamt warten nach Istanbul noch acht weitere Rennstrecken auf die jungen Wilden aus dem GP2 Zirkus. Ob es auch auf anderen Strecken so gut für den Italiener läuft wird sich zeigen. "Ich denke schon, dass ich auch in der restlichen Saison so erfolgreich sein werde wie hier. Man hat das schon in Barcelona gesehen. Wir waren nicht weit weg von den anderen."