Bruno Senna war mit seinem vierten Platz im zweiten Barcelona-Rennen durchaus zufrieden: "Ich habe das Maximum rausgeholt, was möglich war, bin jetzt in der Meisterschaft gemeinsam mit Parente an der Spitze, das war schon mal ein sehr guter Anfang." Der Brasilianer erwischte einen sehr guten Start, war eigentlich schon an Petrov vorbei, "aber dann wurde es in der ersten Ecke sehr eng, Pantano stand vor mir quer, er war neben mir, ich wollte absolut nichts riskieren und habe ihn dann lieber vorbei gelassen." Dann quetschte sich in der ersten Runde Andi Zuber vor ihn. "Er ist mir voll vors Auto gefahren, wenn ich nicht sofort vom Gas gegangen wäre, wäre er abgeflogen, das hab ich ihm nachher auch gesagt, dass er da ein bisschen aufpassen muss. Meinem Auto wäre wahrscheinlich nichts passiert, so wie ich ihn getroffen hätte, aber er wäre voll in die Mauer geflogen..." Kurz darauf war die Reihenfolge sowieso wieder umgekehrt, "denn er hat sich durch die Aktion selbst in eine schlechte Position gebracht, war halb im Gras, so konnte ich ihn wieder überholen."
In der ersten Hälfte des Rennens konnte Senna Druck nach vorn machen, "aber dann bekam ich Getriebeprobleme, das Runterschalten war zeitweise sehr schwierig, es fühlte sich an, als wenn ich dabei zwischendurch Gas geben würde. Vor allem das Anbremsen der Haarnadel war ein Alptraum. Ich war froh, dass Maldonado keine Wahnsinnsaktion gestartet hat, als er mal knapp hinter mir war. Und als ich dann nach dem Safety-Car den Crash zwischen Zuber und ihm im Rückspiegel gesehen habe, war ich etwas erleichtert, weil ich wusste, jetzt wird es einfacher, den Platz trotz meiner Probleme ins Ziel zu retten. Zum Glück war das Rennen kurz genug, dass der Vorsprung gereicht hat - denn es wurde wirklich immer schlimmer. Und dass Grosjean für seine unfaire Aktion eine Strafe bekommen hat, kommt mir natürlich auch entgegen... Aber irgendwie haben beim und nach dem Re-Start anscheinend sowieso einige Leute ein bisschen verrückt gespielt."

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