So hatte sich Timo Glock das vorgestellt: Mit einem souveränen Sieg im letzten Saisonrennen mit 5,4 Sekunden Vorsprung vor dem Spanier Javier Vila holte er sich endgültig den Meistertitel in der GP2 - nach vielen Enttäuschungen über technische Probleme und undisziplinierte Rivalen doch noch ein perfekter Abschluss!

Einen völlig problemlosen Start - das schaffte die GP2 freilich auch in ihrem allerletzten Rennen mit den alten Autos nicht: Beim ersten Versuch im Sprintrennen in Valencia starb Buemi-Ersatzmann Mikhail Aleshin der Motor ab, also Abbruch. Aber beim zweiten Mal ging dann alles glatt, vor allem auch für Timo Glock Der setzte sich gleich in der ersten Runde vor dem aus der pole gestarteten Lokalmatador Javier Vila und Andy Soucek an die Spitze und kontrollierte das Rennen von da an souverän. Eine Reihenfolge, die sich bis ins Ziel nicht mehr ändern sollte - dahinter holten sich Borja Garcia, Giorgio Pantano und Luca Filippi die letzten Punkte.

Bei Glocks Glanzvorstellung konnte sich Rivale Luca di Grassi erstmal noch so anstrengen, mit einem Gewaltstart von Rang 23 aus schon ein paar Leute überholen und nach drei Runden bereits auf Platz 14 liegen - da ging nichts mehr in Sachen Titel. Hinter Andi Zuber war für den Brasilianer auch sowieso Endstation, am Ende blieb Platz 13.

Allgemeines Prozessionsfahren war sowieso weitgehend angesagt, Positionsveränderungen eigentlich nur noch durch Fehler und kleinere Zwischenfälle wie eine Berührung zwischen Negrao und Martinez möglich. Bruno Senna, als 14. Im Ziel, schaffte die erste Variante, er jagte den Inder Chandhok vor sich her, bis der unter dem Druck des Brasilianers kurz im Kies landete und dann mit einem erneuten Dreher auch noch Niemela endgültig mitnahm.. Auch andere verabschiedeten sich spektakulär aus der Saison: Jason Tahinci mit einem heißen Dreher und Christian Bakkerud, der abgeschossen wurde.