Als sich sein Meisterschaftskandidat Lucas di Grassi zum Start auf dem Grid einreihte, war Timo Glock schon lange bedient. Bereits auf dem Weg von der Box in die Startaufstellung kollidierte er mit Ricardo Risatti. Das Rennen war für Glock schon vor der Einführungsrunde gelaufen. "Da kann man nichts mehr zu sagen", sagte er vollkommen enttäuscht. "Wenn einer mir auf der Runde in die Startaufstellung ins Auto fährt... keine Ahnung. Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe. Anscheinend sollen wir die Meisterschaft nicht gewinnen."
Sein Versuch mit Risatti zu reden, schlug fehl. "Der hat doch glatt behauptet, es sei mein Fehler gewesen - ich hätte beim Reifenaufwärmen zu viel Platz auf der Strecke beansprucht", berichtete Timo. "Ich wäre schließlich ziemlich hin- und hergependelt." Timo versuchte Risatti zu vermitteln, dass dies der Sinn der Aufwärmrunde ist. "Da muss jeder schauen, dass man so Abstand hält, dass nichts passiert. Aber er kapiert es nicht. Das ist unglaublich, da kann man nichts mehr zu sagen."
Besonders da er extra Platz gelassen hatte. "Ich bin extra rechts gefahren, um den Leuten Platz zu geben, links zu überholen, weil ich meine Reifen anwärmen wollte", beschrieb Timo die Situation. "Ich weiß nicht, wo er herkam. Er fuhr mir ins Auto und machte mir meine Meisterschaft kaputt." Die Rennkommissare sahen das genauso und belegten Risatti mit einer Strafe von 10.000 Dollar. "Aber davon kann ich mir auch nichts mehr kaufen", betonte Timo.
Nach den technischen Problemen am Samstag und dem Unfall heute will er beim Finale in Valencia noch einmal alles geben. "Ich kann da nur noch drüber lachen. Jetzt müssen wir fürs Finale noch mal alles zusammen nehmen." Noch hat er drei Punkte Vorsprung auf Lucas di Grassi.



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