"Am Start ist mir der Motor einfach abgestorben, es war das gleiche, wie gestern schon nach dem Dreher im Qualifying, auch heute, als ich nach der einen Aufwärmrunde noch mal an der Box angehalten habe, gab es ein Problem", sagte Senna. "Dabei mache ich absolut alles wie immer, ich hatte auch genügend Wheelspin vor dem Start… Alles sehr rätselhaft, aber ich selbst kann mir wirklich keinen Vorwurf machen - und ich war ja auch nicht allein mit dem Problem heute. Wir müssen uns jetzt noch mal ganz genau die Daten anschauen, ob man da was sieht - aber es ist sehr merkwürdig…"
Danach fuhr der Brasilianer auf seiner Aufholjagd mit zunächst über einer Minute Rückstand am absoluten Limit: "Das Auto war schon gut, ich war richtig schnell" - in dieser Anfangsphase konnte er mit den schnellsten Zeiten im Feld sogar Timo Glock Zehntelsekunden weise wegfahren. "Leider kam auch diesmal kein Safety-Car, das uns wieder ein bisschen näher herangebracht hätte. Und wenn man so ganz alleine fährt, nicht mal die Autos vor sich sieht, dann ist das schon irgendwie frustrierend, also habe ich schon alles versucht, so ranzukommen, dass wieder mal jemand vor mir auftaucht."
Die Show dauerte bis zur 12. Runde, dann endete sie leider an einer Mauer, was Senna aber gar nicht mehr so tragisch nahm: "Viel ist am Auto nicht passiert, nur vorne die eine Aufhängung abgeknickt. Ich habe es probiert, ich war am Limit - und da halt einen Moment ein kleines bisschen drüber. Aber ob ich jetzt morgen als 22. oder vielleicht als 17. Starte, wenn ich ins Ziel komme, das ist auch schon fast egal. Ein Riesenchaos in der La Source gibt es sowieso, wenn ich da heil durchkomme, muss ich mal sehen, was noch geht. Dass wir hier sehr schnell sind, weiß ich - aber einfach ist es mit dem Überholen natürlich trotzdem nicht."

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