Für Luca Filippi stellte sich das Heimrennen in Monza als fast perfektes Wochenende heraus. Wie schon im Hauptrennen kam der Italiener auch im Sprint auf dem zweiten Platz ins Ziel. "Wir sind sehr motiviert nach Monza gekommen, vor allem weil ich die Strecke gut kenne. Ich habe hier bereits in der italienischen Formel 3000 gewinnen können", berichtete Filippi im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Ich wollte vor den tausenden Fans nur auf dem Podium landen."

Das schaffte der SuperNova-Pilot gleich in beiden Rennen. "Ich bin zweimal vom siebten Platz gestartet und zweimal als Zweiter ins Ziel gekommen. Besser geht es kaum", freute sich Filippi, der sogar noch den Sieg von Timo Glock erben könnte. Der Deutsche ließ in der Anfangsphase eine Schikane aus und gewann so eine Position. "Charlie Whiting hat uns um Briefing genau erklärt, wie wir uns in einem solchen Fall verhalten sollen. Wer abkürzt muss die gewonnene Position so schnell wie möglich wieder abgeben. Ganz einfach. Nun müssen wir abwarten und sehen, was passiert."

Wie man es richtig macht, wurde im Zweikampf zwischen Luca Filippi und Bruno Senna demonstriert. Der Brasilianer berührte den Italiener an der Hinterachse und kam dann durch ein kleines Abkürzen an Filippi vorbei. "Die kleine Berührung war überhaupt kein Problem, Bruno hat sich nach dem Rennen sofort bei mir entschuldigt", stellte Luca Filippi klar. "Bruno hat sich absolut korrekt verhalten und die Position wieder abgegeben. So wie es Whiting in der Fahrerbesprechung gefordert hat."

Doch egal, ob Filippi noch zum Sieger erklärt wird oder auf dem zweiten Platz bleibt, freuen tut er sich in jedem Fall. "Das Rennen ist vorbei, ich bin zufrieden mit allem. Mit dem Resultat, mit dem Wochenende und mit dem Auto", strahlte Filippi am Sonntag.