Eigentlich müsste Lucas Di Grassi enttäuscht sein. Schließlich startet mit Timo Glock sein größter Konkurrent um den Gesamtsieg von der Pole, während er eine Reihe dahinter steht. Doch bei der klaren Überlegenheit von iSport konnte sich der Brasilianer rühmen, Bester des Restfeldes zu sein. "Ich kann mich nicht beschweren, dass ich in den Top Drei bin, auch wenn es eine große Lücke zu iSport gibt. Sie haben einen sehr guten Job gemacht und ihr Auto muss wirklich schnell sein", sagte Di Grassi.
iSport war zu schnell, ansonsten ließ sich der Brasilianer aber von nichts aus der Ruhe bringen - auch nicht von den gelben Flaggen, mit denen sein Teamkollege Sébastien Buemi haderte. "Ich denke, jeder hätte schneller sein können, aber das gehört dazu, wenn man in Ungarn ist. Man muss die Kontrolle behalten und die Probleme auf der Strecke vermeiden. Ich denke, am Ende war ich in keiner schlechten Position", sagte Di Grassi
Das gilt auch für morgen. Denn auf den ersten Metern ist Di Grassi sicher nicht der Schlechteste. "Ich habe immer einen sehr guten Start. Das letzte Mal habe ich Timo auf der Pole überholt. Wenn ich also wieder einen guten Start habe, dann kann ich sie angreifen und sehen, wie es weitergeht", glaubt der ART-Pilot, der außerdem darauf baut, dass man über Nacht noch ein wenig am Auto verbessern kann. Auf Regen als Schützenhilfe baut er jedenfalls nicht. " Wenn es nass ist, ist es für alle nass. Wenn es trocken ist, haben es alle trocken. Mir ist es eigentlich egal", so Di Grassi.

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