Der Sonntag in Silverstone war nicht ganz so, wie ihn sich Andreas Zuber nach seinem Samstag vorgestellt hatte. Immerhin reichte es noch für einen Punkt. "Ich habe mir im zweiten Rennen ein bisserl mehr erwartet, vor allem was das Überholen betraf. Leider hatte ich eine zu hohe Wassertemperatur und habe auf der Geraden deswegen an Speed verloren. Ich habe einfach nicht angreifen können, auch wenn ich gut aus der Kurve herausgekommen bin", meinte Zuber nach dem Sprintrennen. Nun will das Team analysieren, warum er gerade im fünften und sechsten Gang nicht auf das volle Tempo kam. Eines blieb ihm aber: "Ein Punkt ist besser als nichts."
Doch nicht nur wegen des einen Punktes fiel Zubers Pilanz für das Wochenende gut aus. Denn er konnte 14 Punkte holen, während Spitzenreiter Timo Glock leer ausging. "Wir müssen jetzt schauen, dass das so weitergeht und ich immer ein bisschen aufhole, damit ich in den nächsten Rennen wieder zur Spitze aufschließen kann und am Ende des Jahres noch um die Meisterschaft mitkämpfe", meinte Zuber.
Ebenfalls mit dem Top Speed zu kämpfen hatte Mike Conway, der einen Platz vor dem Österreicher ins Ziel kam. "Ich und Andi sind einfach festgesteckt. Mir sind die Drehzahlen abgegangen, deswegen konnte ich nicht wirklich Überholen. Wir waren aber sehr schnell durch den ersten Sektor und kamen damit nahe ran", sagte er gegenüber motorsport-magazin.com. Nur mit dem Vorbeifahren war es schwierig. Ein paar Überholmanöver gingen sich aber aus. "Ich hatte ein paar gute Manöver, außen an Andi vorbei und in Albion hinein auch außen an Luca Filippi vorbei. Es war schön, zwei weitere Punkte zu holen, das hilft für die Meisterschaft", erzählte er. Bei der Aktion mit Filippi ging es allerdings etwas eng zu. "Es war knapp. Wir haben uns aber nicht berührt und das war einfach ein Racing-Manöver. Wir haben uns Raum gelassen und das wars", meinte Conway.

diese GP2 Nachricht