Die letzten Punkte konnte Andreas Zuber beim Saisonauftakt in Bahrain holen. In Spanien, Monaco und Frankreich blieb der Österreicher ohne Zählbares. Hohepunkt war das Negativ-Wochenende in Magny-Cours. Die Wiedergutmachung folgte dafür in Silverstone. Nicht nur die Pole Position, sondern auch der Sieg im Hauptrennen und die schnellste Rennrunde gehen auf das Konto von Andreas Zuber. "Das war ein super Rennen für uns, nur am Start habe ich etwas gezittert, weil zunächst abgebrochen wurde und meine Wassertemperatur schon sehr hoch war", berichtet Zuber nach dem Rennen. Letztlich ist dann doch alles gut gegangen und er erwischte einen tollen Start, der ihn als Erster in die erste Kurve einbiegen ließ.

Danach war das Rennen nicht so einfach, wie es zunächst den Anschein dachte. "Wenn ich einmal vorne bin, dann bleibe ich das auch", so Zuber im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Doch ich musste bis zur letzten Runde alles geben, denn Mike Conway war direkt hinter mir." Fast wäre der Brite bei seinem Heimspiel am Führenden vorbeigegangen, der etwas länger beim Service Halt machte. "Als ich rauskam war er direkt hinter mir. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, ihn hinter mir zu halten. Meine Reifen waren noch völlig kalt, seine dagegen schon erhitzt." Im morgigen Rennen will der iSport-Pilot noch einmal unter die ersten Sechs kommen und weitere Punkte holen. Nach dem heutigen Lauf sei ihm jedoch zunächst ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. "Vielleicht schaffe ich es ja von acht auf eins, vielleicht mache ich auch nur einen Platz gut."

Nicht viel zu vermelden hatte Michael Ammermüller. Der Deutsche ging von einer aussichtsreichen Position ins Rennen, blieb am Ende aber außerhalb der Punkteränge. "Bei mir ging gar nichts, ich hatte massive Probleme mit dem Auto. Ich bin viel zu sehr gerutscht", so der ART-Pilot. Am Ende musste sich Ammermüller noch gegen heftige Attacken von Bruno Senna wehren, zumindest das war von Erfolg gekrönt. "Mir wäre es trotzdem lieber, wenn solche Kämpfe gar nicht nötig wären."