Andreas Zuber und Mike Conway stehen beim GP2-Lauf in Silverstone in der ersten Reihe. Eine Konstellation, die es bisher in dieser Form noch nicht gab. Für Zuber war es nach einer langen Wartezeit die erste Pole Position, Conway machte die schlechten Resultate der Vergangenheit vergessen und nutzte seinen Heimvorteil fast optimal aus. Der Österreicher war nach dem Zeittraining richtig überrascht, denn gerechnet hatte er mit dem ersten Startplatz rein gar nicht. "Im Training hatten wir noch große Probleme, die Reifen auf die nötige Temperatur zu bringen", so der iSport-Pilot. "Die Pole verdanke ich meinen Mechanikern und Ingenieuren. In der vierstündigen Pause haben wir wirklich hart gearbeitet."
Zubers Teamkollege Timo Glock steht diesmal nicht neben ihm. "In Magny-Cours ist es blöd gelaufen, aber das ist längst vergessen." Glock schaffte es nach einem Dreher nur auf die fünfte Startposition. Trotzdem denkt Zuber, dass der Odenwälder morgen um den Sieg mitkämpfen wird. "Timo ist ein guter Racer. Ich bin davon überzeugt, dass Timo einer meiner Hauptgegner werden wird. Mein Ziel ist es nicht zu gewinnen, sondern auf das Podium zu fahren und viele Punkte zu holen."
Auch für Mike Conway war es das bisher beste Qualifying der Saison. Der Debütant nutzte die Streckenkenntnis von Silverstone optimal aus und verpasste die Pole nur knapp. "Bisher kannte ich nur Barcelona und Silverstone, alle anderen Strecken waren neu für mich", berichtet der Brite im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Im ersten Sektor war es noch ein wenig schwierig, denn der Wind war stark. Im zweiten Sektor habe ich sogar die schnellste Zeit gefahren, im letzten wieder etwas Boden verloren." Nachdem es bisher immer eng zuging, war Conway diesmal deutlich schneller als sein Teamkollege Luca Filippi. "Ich fahre eigentlich immer am Limit, aber hier scheint es irgendwie einfacher zu funktionieren."

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