Bislang lief alles nach Plan für Timo Glock. Bestzeit im Freien Training, den Teamkollegen geschlagen und keine Kollision in Sicht. Allerdings gibt der iSport-Pilot nicht viel auf das Freie Trainingsergebnis. "Wir haben viele Dinge für das Rennen probiert, deshalb bin ich nur eine schnelle Runde gefahren, den Rest des Trainings habe ich mich auf das Rennen konzentriert - es war fast wie in der F1", sagte er motorsport-magazin.com. Einige Probleme gab es allerdings doch, und zwar mit den Bedingungen. "Die Strecke ist extrem schwierig mit den ganzen Bodenwellen, es ist schlechter als im letzten Jahr."

Auch der Wind machte den Piloten zu schaffen. "Aber das ist für alle gleich", betonte Glock. "Vor allem in der ersten Kurve bläst der Wind sehr stark", verriet uns Mike Conway, der hinter Glock die zweitschnellste Zeit fuhr. "Die Balance war gut, ich bin eine schnelle Zeit gefahren - alles ist okay. Es steckt sogar noch etwas mehr drin." Deshalb sieht Glock wieder ein spannendes Qualifying auf sich zukommen. "Die Pole ist möglich, aber Conway sieht stark aus, auch Zuber wird schnell sein. Es wird wieder hart umkämpft wie in Magny Cours."

Der angesprochene Teamkollege Andi Zuber kam nur auf Platz 8. "Ich musste mich an die Strecke gewöhnen und am Setup arbeiten. Ich bin nicht ganz zufrieden, das Auto liegt nicht so gut", klagte er etwas. "Aber das werden wir bis zum Qualifying in den Griff bekommen. Mein Ziel ist es, immer in die ersten zwei Reihen zu kommen, im Rennen dann aufs Podium." Den ersten Schritt dafür muss er heute Nachmittag im Qualifying machen.