Eigentlich kann man nur sagen: schade. Die Vorzeichen für das Wochenende in Magny Cours waren wirklich super. Bei den Testfahrten in Le Castellet waren wir sehr schnell und nach einigen Starttests hatten wir auch die Getriebeprobleme aussortiert. Was sollte also noch schief gehen? Auch das Qualifying hat sehr gut funktioniert, aber wenn man sich dann mit dem Teamkollegen etwas ausmacht und das nicht eingehalten wird, gibt es eben doch Probleme.
Ich wusste, dass ich einen sehr guten Start brauche, damit ich an Timo vorbei komme. Ich wollte das Rennen natürlich unbedingt gewinnen, habe mir aber in jedem Fall gedacht, dass wieder Podiumsplatzierungen drinnen sind. Geendet hat es aber leider im Desaster. Ich hatte einen super Start und war schon gleich auf mit Timo, aber leider hat er abrupt nach links gezogen. Ich glaube, das hat er gemacht, weil Bruno Senna in seinem Windschatten war. Ich war für ihn genau im toten Winkel und Timo hat mir nachher auch bestätigt, dass er mich nicht gesehen hat. Er hat mich voll erwischt, sodass ich beim Aufprall über ihn drüber und nach links geflogen bin.
Vor dem Start hatten wir besprochen, falls ich einen besseren Start hätte, dass wir uns nicht behindern und er mir innen für die erste Kurve etwas Platz lässt. Wir gingen davon aus, dass wir es unseren Konkurrenten durch ein gegenseitiges Behindern nur einfacher machen würden, uns zu überholen und das wollten wir verhindern. Er hätte auf seiner Spur bleiben sollen und es war nicht geplant, dass er abrupt zu mir herüber zieht. Denn der Weg bis zur ersten Kurve ist nicht lang und wir wollten einfach schauen, dass wir bis dorthin nicht zu viel auf unsere Konkurrenten verlieren.

Am Sonntag war dann mit dem Startplatz am Ende des Feldes leider nicht viel möglich. Dabei waren wir auch da wieder sehr schnell und ich konnte auch die schnellste Rennrunde fahren. Es war wirklich schade, dass das Wochenende so daneben gegangen ist. Denn im Qualifying waren wir wirklich gut. Im freien Training war ich Erster, im Qualifying Zweiter. Damit war ich das vierte Mal unter den Top Drei in der Startaufstellung; dass beim Start dann so ein Mist passiert, hat sich natürlich keiner erwartet. Jetzt kann ich nur auf Silverstone schauen und dieses be...scheidene Wochenende vergessen.
Zum Glück sind jetzt nur vier Tage dazwischen, denn wenn man in Silverstone ein gutes Resultat holt, kann man Frankreich ganz schnell wieder vergessen. Die schnellen Kurvenpassagen dort machen wirklich Spaß und Überholmöglichkeiten gibt es auch einige. Es ist nicht so eine enge Strecke wie Magny Cours. Das war ein Kurs, der mir normal nicht so entgegenkommt. Silverstone ist eine richtig tolle Rennstrecke.

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