Für die drei deutschsprachigen Piloten war es ein Wochenende zum Vergessen. Dabei sah es zumindest für Andreas Zuber und Timo Glock am Freitag noch ganz gut aus. "Immerhin habe ich im Qualifying zwei Punkte geholt, aber das war es dann auch schon", so der Tabellenführer Glock. Die Bilder vom Samstag sind noch allgegenwertig. Bereits vor der ersten Kurve kamen sich die beiden iSport-Piloten in die Quere und schossen sich gegenseitig ab. "Wir haben uns vorher unterhalten, wie wir uns am Start verhalten. Leider ist dann genau das Gegenteil passiert", berichtet Zuber im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Wenn wir das nächste Mal eine Doppel-Pole haben, werden wir vor dem Start nicht mehr darüber sprechen."

Für Timo Glock war auch das zweite Rennen schon schnell vorbei. In den ersten beiden Runden kämpfte sich der Deutsche durch das Feld, dann stoppte ihn ein technischer Defekt. "Irgendwas am Getriebe ist kaputt gegangen, es ist aber nicht der selbe Defekt, den Andreas immer hatte." Die Konkurrenz im Kampf um den Meistertitel konnte dadurch wichtigen Boden gutmachen. "Vor dem Wochenende sagen immer alle, dass bei einem solchen Vorsprung eh nichts passieren kann. Dass doch schnell was passieren kann, hat man nun gesehen."

Michi Ammermüller holte noch einen Punkt, Foto: Hartley/Sutton
Michi Ammermüller holte noch einen Punkt, Foto: Hartley/Sutton

Auch Andi Zuber blieb im zweiten Rennen ohne Punkte. Der Österreicher fuhr zwar die schnellste Runde, wurde dafür aber nicht belohnt, da er aus der Boxengasse in das Rennen startete. Doch was war eigentlich passiert? "Ich bin auf Slicks aus der Boxengasse gefahren und habe noch etwas an der Bremsbalance verstellt. Dann war ich beim Rausbeschleunigen nicht aufmerksam genug und habe mich gedreht", erklärt Zuber. "Die Spurstange war verbogen, deswegen musste ich aus der Boxengasse starten. Es regt mich schon auf, dass ich deswegen den Punkt für die schnellste Runde nicht bekomme, aber das war ja schon damals in Valencia so."

Den Punkt schnappte sich Michael Ammermüller, der nach dem frühen Ausfall vom Vortag ebenfalls ganz weit hinten startete. "Immerhin noch den einen Punkt bekommen, unter die ersten Sechs zu fahren war sowieso nicht möglich." Auch Ammermüller blieb heute nicht fehlerfrei. In der Anfangsphase drehte er sich beim Beschleunigen auf einem noch nassen Kerb. Danach kamen noch Probleme mit der immer noch schmerzenden Hand dazu. "Ich spüre die Hand weiterhin. Vor allem in den schnellen Kurven tue ich mir schwer, da fehlt mir einfach die Kraft. Ich muss einfach noch mehr Kraft in das Gelenk bekommen, damit das Lenken wieder leichter geht."