Das Hauptziel hat Timo Glock erreicht: Er konnte die Führung in der Meisterschaft trotzt der verpatzten Qualifikation ausbauen. "Wir haben das beste aus der Situation gemacht", meint Timo Glock nach dem Rennen und dem fünften Podestplatz in Folge. Kaum zu glauben, dass der dritte Platz in den Straßen von Monaco sein bisher schlechtestes Ergebnis des Jahres ist.

In den letzten Runden musste Glock sogar noch um den dritten Platz zittern, denn nach der Kollision mit Luca Filippi lag sein Auto nicht mehr gut auf der Straße und auch der Nasenspitze hatte sich der Hesse schon entledigt. "Filippi macht oft solche Harakiri-Aktionen. Er wartet nur darauf, dass ihm die Leute Platz machen, darauf wartet er bei mir aber vergeblich. Ich habe dagegen gehalten, bis wir beide geradeaus durch die Schikane fahren mussten", so Glock zu der Situation nach der ersten Gelbphase.

Im Gegensatz zu Barcelona hat die Strategie bei iSport in Monte Carlo wesentlich besser funktioniert, wenn auch noch nicht perfekt. "Ich hätte vielleicht eine Runde frühe reinkommen sollen", gibt Glock gegenüber motorsport-magazin.com zu. "Dann wäre ich nicht im Verkehr hinter zwei langsameren Autos gelandet, die ich beide überholen musste. Ohne sie wäre ich vor Pantano geblieben." Vor Pantano - das wäre der zweite Platz gewesen. Aber auch so kann Glock zufrieden sein. Nicht jeder Pilot schafft es, auf dem engen Straßenkurs von Startplatz acht auf das Podium zu fahren.