Der Arbeitsalltag hat Timo Glock wieder. Am Mittwochabend flog er nach Barcelona, am Donnerstag traf er im Fahrerlager des Circuit de Catalunya ein. Nach einer kurzen Begrüßung der Mechaniker und Techniker seines GP2-Teams iSport führte ihn der Weg zuerst in die Hospitality des BMW Sauber F1 Teams.
Nach einer Unterredung mit Technikdirektor Willy Rampf musste Glock am Mittag zu einem Fototermin vor die Box des Teams. "Danach setzte ich mich noch mal mit meinen GP2-Ingenieuren zusammen, um die Feinheiten der Abstimmung durchzugehen. Die freuen sich alle schon darauf, nach der langen Pause endlich wieder im Team-Lkw vor ihren Computern sitzen zu dürfen", lächelt Timo.
Die Erwartungshaltung für die zweite GP2-Veranstaltung des Jahres liegt auf der Hand: iSport geht als einer der Favoriten auf die 4,655 Kilometer lange Bahn bei Granollers. "Ich möchte auf jeden Fall wieder ein Wörtchen um den Sieg mitreden und nach Möglichkeit die Führung der Gesamtwertung übernehmen", schraffiert Timo. "Das ist nach den Tests und dem Verlauf der ersten Veranstaltung in Bahrain ein realistisches Ziel. Die Strecke in Barcelona ist zwar völlig anders als die von Bahrain. Aber bei den Tests waren wir gut dabei. Ich kenne die Bahn aus dem Vorjahr und von Formel 1-Tests. Ein gutes Qualifying ist sehr wichtig, weil das Überholen selbst mit einem GP2 nicht einfach ist. Dazu ist der aerodynamische Einfluss zu hoch. In der Qualifikation muss ich mich im Vergleich zu Bahrain noch steigern - aber ich habe mich gut vorbereitet und rechne fest mit einem guten Wochenende."
Auch sein Teamchef Paul Jackson geht optimistisch in die Katalonien-Rundfahrt: "Bahrain hat gezeigt, dass Timo jedes Hindernis, das man ihm den Weg wirft, umfährt. In den Rennen ist er unheimlich stark. In der Qualifikation hat er noch Verbesserungspotenzial - aber auch das werden wir hinkriegen."

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