Die Ausgangssituation war schon nicht optimal: Nach seinem Ausfall am Samstag, musste Michael Ammermüller das Sprintrennen in der GP2 von hinten in Angriff nehmen. Sehr lange war er allerdings nicht dabei: In Runde 6 kam er seinem Teamkollegen Neel Jani zu nahe.

"Es fehlte vielleicht ein halber Meter - dann hätte es geklappt", sagte Michael nach seinem unglücklichen Rennende. "Ich wollte Perrera überholen. Er war innen, aber er wollte gleichzeitig Jani überholen, der knapp vor uns lag. Ich war schon fast vorbei, aber dann ging mir etwas die Strecke aus und ich berührte Neel." Ein unrühmliches Ende für beide Arden-Piloten.

Trotzdem nahmen beide den Rennunfall hin. "Er nahm es nicht allzu ernst - er weiß, dass so etwas passieren kann. Zudem hätten wir ohnehin beide keine Punkte geholt. Somit machte es keinen allzu großen Unterschied."

Michael musste jedoch eingestehen, dass es nicht gerade sein "bestes" Rennwochenende war. "Der Hauptgrund war jedoch der Kühlungsschaden gestern. Immerhin fiel das ganze Pech auf einmal zusammen und hat nicht mehrere Wochenenden zerstört."

Es gab aber auch gute Nachrichten. "Unser Speed ist ziemlich gut - auch wenn wir uns noch etwas im Qualifying verbessern müssen." Diese Fortschritte peilt er für den anstehenden Test in Le Castellet an. Zuvor steht für ihn ein Test in Istanbul auf dem Programm. "Ich werde am Freien Training in der Formel Renault teilnehmen, um die Strecke für das Rennen im August kennen zu lernen."