Seit seinem Doppelsieg am Nürburgring steht ein Mann wieder groß in den Schlagzeilen: Lewis Hamilton untermauerte in der Eifel seine Ambitionen eines Tages für McLaren Mercedes in der Formel 1 an den Start zu gehen.

"Das war eine gigantische Vorstellung - er hat die Konkurrenz fast schon blamiert", analysierte GP2-TV-Kommentator und motorsport-magazin.com-Experte Sven Heidfeld die erste Triumphfahrt des Briten im 1. Lauf. "Ohne seine Strafe hätte er eine halbe Minute Vorsprung auf den Rest des Feldes gehabt. Selbst sein Teamkollege Alexandre Premat hatte keine Chance gegen ihn - und der ist wahrlich kein schlechter und hat ein Jahr GP2-Erfahrung mehr."ü>

Für Sven steht somit fest: "Dass Hamilton in die F1 kommt, dürfte klar sein - ich würde aber noch weiter gehen und behaupten: Er wird eines Tages F1-Weltmeister."

Timo Glock würde sich darüber sicherlich auch nicht beschweren. Doch bei ihm steckt noch immer der Fehlerteufel im GP2-Boliden. "Bei Timo schlug wieder das Pech zu", sagte Sven. "Immerhin war Timo richtig schnell unterwegs. Zur Mitte des Hauptrennens konnte er die gleichen Zeiten fahren wie Lewis Hamilton. Der Speed ist also da, nur nicht zur richtigen Zeit. Für ihn ist das sehr frustrierend. Denn so kann man sich nicht in Szene setzen, da nicht jeder die Rundenzeiten so genau beobachtet."

Für den zweiten aktiven Deutschen, Michael Ammermüller, verlief das Heimspiel am Nürburgring "nicht so gut" wie seine erfolgreichen ersten Rennen. "Aber er konnte sich in den ersten Rennen im Vorderfeld der GP2 etablieren. Wenn man gerade erst aus der Formel Renault aufgestiegen ist, heißt das schon etwas."