Nach einer durchwachsenen Startphase schlich sich Christian Vietoris im Hauptrennen der GP2 in Monza heimlich, still und leise noch bis auf die vierte Position nach vorne, kratzte dabei sogar an einem Podestplatz. Mit dem Ausgang des Rennens war der Gerolsteiner deshalb sehr zufrieden.

Ganz und gar nicht einverstanden war er mit der Fahrweise von einigen Kollegen. "In der ersten Runde habe ich bestimmt sechs oder sieben Positionen verloren, weil andere Fahrer die Schikanen abgekürzt haben", beschwerte sich Vietoris gegenüber Motorsport-Magazin.com.

"Wir waren dann recht früh in der Box, so konnte ich nach dem Stopp frei fahren und Zeit gewinnen", erläutert Vietoris die wichtige Strategie-Entscheidung. "An Turvey bin ich dann aber nicht mehr vorbei gekommen. Meine Reifen waren drei bis vier Runden älter, das war auch kein Vorteil."

Da er aber zwischenzeitlich bis auf die zehnte Position zurückgefallen war, zeigte sich Vietoris mit dem vierten Platz zufrieden. "Und für morgen haben wir auch eine gute Ausgangsposition. Vielleicht schaffe ich es ja auf das Podium, das wäre ein guter Abschluss der Europa-Saison."