Robert Wickens und Renger van der Zande haben am Sonntag im zweiten Lauf der Formel 3 EuroSerie die große Chance, aus der ersten Startreihe ein gutes Ergebnis einzufahren. Doch die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Wickens ist zum ersten Mal in Zandvoort und kannte die Strecke bisher nicht, Van der Zande ist Lokalmatador und kennt wohl jedes Sandkorn.

"Auch wenn das Rennen sehr schwer war, habe ich Plan B erreicht", sagte ein erleichterter Niederländer nach der Zieldurchfahrt. In den 26 Runden kämpfte Renger van der Zande immer wieder mit starkem Übersteuern. "Ich hatte Glück, dass ich einen guten Start hatte und nachher noch zwei Leute zurückgefallen sind", erklärte der Prema-Pilot im Gespräch mit motorsport-magazin.com. Auch für Sonntag hat sich Van der Zande schon einen Plan zurecht gelegt: "Ich brauche wieder einen guten Start und werde dann vorne wegfahren..."
Gegen dieses Vorhaben wird Robert Wickens sein Veto einlegen. "Heute war ich deutlich schneller als er, ich freue mich auf morgen und werde mein eigenes Rennen fahren", berichtete der Kanadier. Dass auch Zandvoort Neuland für ihn ist, stellt anscheinend kein Problem dar. "Es gibt für mich viel zu lernen. Trotzdem bin ich zuversichtlich, denn mit einem guten Start habe ich große Chancen auf den Sieg." Falls er den Start gewinnen sollte, spricht eine Tatsache für ihn: "Die Strecke ist unheimlich schnell und man kann nur überholen, wenn der Vordermann einen großen Fehler macht."

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