Nach seinem Auftaktsieg in Hockenheim konnte Mika Mäki im Sonntagsrennen von Mugello seinen zweiten Saisonsieg erringen. Mit einem lupenreinen Start-Ziel-Sieg holte sich der Mücke-Pilot außerdem die Führung in der Meisterschaft zurück. Neben Yann Clairay stand Edoardo Mortara zum dritten Mal in der laufenden Saison auf dem Podium, während sich Nico Hülkenberg nach einem guten Start mit der fünften Position begnügen musste.
Den Grundstein zum Erfolg legte Mika Mäki am Start: der Finne beschleunigte perfekt und zog schon auf den ersten Metern an Yann Clairay und Dani Clos vorbei, die vor ihm aus der ersten Reihe starten durften. Schon in der Startrunde konnte sich Mäki von seinen Verfolgern absetzen und führt schnell mit drei Sekunden Vorsprung vor Clairay und Edoardo Mortara.

Erst mit einem Polster von knapp vier Sekunden ließ es der Mücke-Pilot ruhiger angehen und verwaltete seine Führung gegenüber Clairay und Mortara. Nach 21 Runden sollte es damit nicht nur für den zweiten Saisonsieg reichen, sondern auch für die Führung in der Meisterschaft. Wie schon nach dem Auftaktwochenende in Hockenheim liegen Mäki und Mortara gleichauf - allerdings hat Mäki mehr Siege auf seinem Konto.
Nico Hülkenberg musste von der achten Position losfahren, erwischte aber ebenfalls einen guten Start. Auf der Außenbahn konnte sich der Sieger des Vortages an drei Konkurrenten vorbei auf die fünfte Position schieben. Dort wurde die Aufholjagd des ART-Fahrers aber unterbrochen: an seinem Teamkollegen Jules Bianchi gab es kein Vorbeikommen, auch wenn sich im zweiten Umlauf eine Möglichkeit ergab, Hülkenberg aber sicherheitshalber zurücksteckte.
Weitaus spannender waren die Duelle hinter Hülkenberg - die für den Deutschen unmittelbare Folgen haben sollten. Dort stritten sich Koudai Tsukakoshi und Nial Breen um den letzten Punkt für die sechste Position. Gegen Rennmitte konnte sich der Ire am Ausgang der ersten Kurve an seinem Kontrahenten vorbeiquetschen und machte sich sofort auf die Verfolgung von Hülkenberg. Schnell hatte Breen die Lücke geschlossen, aber danach zeigte sich das normale Phänomen in der EuroSerie: Überholen nahezu unmöglich.

Aus deutscher Sicht gab es bis auf Hülkenberg's fünften Platz auch heute kaum etwas Positives. Michael Klein verpasste mit dem 12. Rang die Punkte ebenso wie Maximilian Götz und Jens Klingmann im hinteren Teil des Feldes. Christian Vietoris, der nach seinem Ausfall im Samstagsrennen von ganz hinten starten musste, kam immerhin noch auf Platz 19 ins Ziel.
Einen rabenschwarzen Sonntag erlebte das in Italien beheimatete Prema Powerteam. Zunächst gab es am Boliden von Renger van der Zande Elekronikprobleme, der daraufhin statt von Platz vier aus der Boxengasse starten musste und später nicht über Position 20 hinauskam. Dani Clos, der nach Platz acht am Samstag von der Pole starten durfte, fiel zurück und kam als Neunter außerhalb der Punkteränge ins Ziel. Charlie Kimball flog dagegen schon in der ersten Runde ab und konnte das Rennen gar nicht beenden.

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