Nach einem schwierigen Saisonauftakt in Hockenheim konnte Nico Hülkenberg in Mugello seinen ersten Sieg des Jahres erringen. Der ART-Pilot gewann mit einem knappen Vorsprung vor dem Japaner Koudai Tsukakoshi und seinem Teamkollegen Jules Bianchi. Nach Startproblemen bei Christian Vietoris spielten die anderen deutschen Piloten in der Formel 3 EuroSerie keine Rolle.

Im Vergleich zu den Rennen im letzten Jahr verlief der Start zum dritten Saisonlauf unspektakulär. Alle Fahrer kamen ohne größere Probleme durch die erste Kurve, an der Spitze bremste sich Hülkenberg vor seinen Verfolgern Bianchi und Tsukakoshi in das enge Nadelöhr am Ende der langen Geraden. Einer schaffte es nur mit Verspätung dorthin: Christian Vietoris würgte seinen Motor auf der dritten Startposition ab und musste dem Feld mit fast einer halben Minute Rückstand folgen.

In den ersten Runden konnte sich Hülkenberg einen kleinen Vorsprung von einer Sekunde verschaffen, doch als sein Teamkollege Bianchi im Duell gegen Tsukakoshi den Kürzeren zog, musste der Emmericher wieder einen Blick nach hinten werfen. Der Japaner konnte die kleine Lücke zum Führenden schnell schließen und machte es sich im Windschatten von Hülkenberg gemütlich.

Gegen Rennmitte erhöhte Tsukakoshi den Druck auf Hülkenberg. Der Manor-Pilot versuchte es sogar auf der Außenbahn der ersten Kurve, nach einem Quersteher des Angreifers berührten sich die Boliden sogar leicht. Scheinbar flatterten Tsukakoshi danach die Nerven: in den folgenden elf Runden gab es keine erneute Attacke.

Hinter Bianchi beendete Edoardo Mortara das 21 Runden lange Rennen auf der vierten Position. Damit konnte der Volkswagen-Pilot die alleinige Führung in der Gesamtwertung übernehmen, denn Mika Mäki - der bisher gleichauf mit dem Italiener lag - kam hinter Renger van der Zande nur auf dem sechsten Rang ins Ziel. Für das Rennen am Sonntag hat Mäki allerdings die besseren Karten: der Finne aus dem Mücke-Rennstall darf hinter Dani Clos und Yann Clairay aus der zweiten Reihe starten.

Für Christian Vietoris endete die Aufholjagd von ganz hinten im Kiesbett. Beim Versuch an Daniel Campos-Hull vorbeizukommen und die 21. Position einzunehmen, landeten beide Kontrahenten im Kiesbett und mussten das Rennen aufgeben. Damit muss der Gönnersdorfer auch das Sonntagsrennen von ganz hinten in Angriff nehmen.