Nach seiner Auftakt-Pole in Hockenheim hat sich Nico Hülkenberg auch in Mugello den ersten Startplatz; auf die Plätze zwei und drei fuhren der Japaner Kadai Tsukakoshi und Christian Vietoris. Hatte Hülkenberg die Pole in Hockenheim erst in letzter Sekunde erobert, so dominierte er diesmal das letzte Drittel des Qualifyings. "Es war nicht einfach, weil die Umstände andere waren als heute morgen. Der Wind kam aus einer anderen richtung, wodurch sich die Balance des Autos änderte", beschrieb Hülkenberg gegenüber motorsport-magazin.com. "Bei diesen Temperaturen waren die Reifen nur über eine Runde gut. Wenn die nicht geklappt hätte, wäre es schlecht gewesen."

Nachdem Koudai Tsukakoshi das Feld zur Mitte der Session angeführt hatte und zwischenzeitlich auf Rang fünf zurückgefallen war, eroberte der Manor-Pilot in letzter Sekunde die erste Startreihe. Tsukakoshi, der schon im freien Training einen Aufwärtstrend zu verzeichnen hatte, zeigte sich zufrieden: "Mein team hat mir ein gutes Auto gegeben, daher konnte ich mich voll auf das Fahren konzentrieren. Ein super Qualifying - nun ist es möglich aufs Podium zu kommen." Weniger optimistisch zeigt sich drittplatzierte Christian Vietoris:

"Wir hatten ein paar kleine Probleme, aber wir steigern uns das ganze Wochenende über konsequent. Morgen ist vielleicht noch ein Schritt möglich, aber ein Podestplatz wird sehr schwer", dämpft der Mücke-Pilot die Erwartungen. Auch Vietoris sah das Setup für Mugello als besondere Herausforderung: Die schnellen Kurven gehen auf die reifen. Wir haben ein gutes Set-up gefunden, ich komme immer mit der Strecke zurecht." Gewonnen glaubt auch Hülkenberg das Rennen noch nicht:

Während Tsukakoshi auch einen Sieg für möglich hält - und entsprechend in der ersten Kurve angreifen will, hat der ART-Pilot noch aus dem Vorjahr negative Erinnerungen an die erste Mugello-Biegung: "Ich schätze alle hinter mir gut ein, sie sind harte Gegner. Die erste Kurve kenne ich aus dem letzten Jahr, als ich hier zweimal einen Unfall hatte - die ist nicht ohne. Ich muss gut starten und mich aus dem Gedränge heraushalten." Auftaktsieger Mika Mäki musste sich im Zeitfahren mit Startplatz neun begnügen, auch der vor drei Wochen zweitplatzierte Charlie Kimball erlebte mit Rang 16 eine Enttäuschung.