Mit Signature hat sich Volkswagen einen starken Partner für das Motorenprojekt in der Formel 3 EuroSerie gesichert. Das französische Team fuhr in den vergangenen Jahren immer unter den besten Zehn der Nachwuchsserie mit und erreichte zusammen mit Nicolas Lapierre in der Saison 2004 sogar den dritten Platz in der Gesamtwertung. In diesem Jahr setzte Signature gleich vier Neueinsteiger ein und konnte mit Edoardo Mortara sogar den Rookie-Titel erringen. Was sagt Teamchef Philippe Sinault zum Wechsel des Motorenpartners?

"Für uns ist dies eine gute Möglichkeit, eine starke Verbindung mit einem starken Hersteller einzugehen", erklärt der Franzose, dessen Team in den vergangenen Jahren schon auf Motoren aus den Häuser Renault, Opel und Mercedes vertraut hat. Laut Sinault soll die Zusammenarbeit mit Volkswagen über mehrere Jahre andauern, also nicht nur für die Saison 2008. "Wir wollen zusammen mit VW einen guten Job machen und nächstes Jahr, 2009 und 2010 zusammen arbeiten."

Bisher hatte Signature noch keine Möglichkeit, bei einer Testfahrt erste Eindrücke mit dem neuen Motor zu sammeln, "aber wenn alles gut läuft holen wir das in der kommenden Woche nach", berichtet Philippe Sinault gegenüber motorsport-magazin.com. Selbst er sieht momentan noch die Mercedes-Motoren an der Spitze, aber das soll sich schon bald ändern. "Unser erstes Ziel ist es, in möglichst geringer Zeit auf den selben Level wie Mercedes zu kommen. Vor uns liegt noch viel Arbeit, denn Mercedes hat in den letzten Jahren einen sehr guten Job gemacht. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen können. Schließlich sind wir alle sehr motiviert."

Die Saison 2007 beendete Signature knapp hinter Manor und Mücke Motorsport auf dem vierten Rang. Die Lücke zu ASM beziehungsweise ART war allerdings schon betrachtlich. "Ich glaube schon", antwortete Sinault auf die Frage, ob es möglich sei mit den neuen Motoren zur Spitze aufschließen zu können. Außerdem soll Edoardo Mortara für einige Siege sorgen. Unterstützt wird der Italiener von Jean-Karl Vernay und Rookie Stefano Coletti. Wer den vierten Wagen pilotieren wird, steht bislang noch nicht fest. "Wir haben mehrere Kandidaten für das freie Cockpit. Die Entscheidung sollte in der nächsten Woche fallen."