"Bis zur ersten Kurve lief das Rennen richtig gut", so Tim Sandtler. Recht hat er. Es lief gut, aber es war auch schon schnell vorbei. Sowohl der Bochumer, als auch Nico Hülkenberg, fiel einer Kollision direkt nach dem Start zum Opfer. Auslöser war eine Berührung zwischen Kamui Kobayashi und seinem Teamkollegen Tom Dillmann. Das blaue Auto drehte sich, Sandtler verabschiedete sich ins Kiesbett und Hülkenberg humpelte zurück in die Boxengasse.

Dabei hatte alles so gut angefangen. "Ich habe Sebastien Buemi direkt ausbeschleunigen können und bin dann außen an Hülkenberg vorbei gefahren", berichtet der Jo Zeller Pilot Sandtler im Gespräch mit motorsport-magazin.com. Auch am stehenden Auto von Dillmann schien er problemlos vorbeizukommen, doch dann "gab es plötzlich einen Schlag an der Hinterachse." Der Bochumer rutschte ins Kies und stapfte enttäuscht von dannen. Im morgigen Rennen muss er von ganz hinten starten.

Gleiches gilt für Nico Hülkenberg. Der ASM-Pilot steht immerhin eine Reihe weiter vorne, denn er konnte das Rennen noch zu Ende fahren. Nachdem er sich eine neue Nase geholt hatte, zeigte er sen Potential. "Ich war mit den Rundenzeiten gut dabei. Der Speed war heute da. Schade, dass schon so früh alles beendet war", sagte Hülkenberg bei Premiere. Nach dem Sieg am Norisring war es heute schon das dritte Rennen für den Emmericher, in dem er nicht in die Punkte fahren konnte. Diesmal war der Ausfall aber unverschuldet. "Plötzlich stand Dillmann vor mir. Ich habe keinen Weg an ihm vorbei gefunden, weder rechts noch links."