Tim Sandtler war einer der Pechvögel im Regenchaos von Nürnberg. Der Bochumer fuhr lange Zeit ein klasse Rennen und lag sicher in den Punkterängen. Doch als der große Regen kam, machte das Team eine richtige Entscheidung, die nach hinten los ging. "Ich bin noch eine Runde im Nieselregen gefahren, als es dann aber richtig angefangen hat zu schütten, bin ich sofort zum Reifenwechsel an die Box gefahren", berichtet Sandtler. Zeitgleich schickte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke, um nur Sekunden später das Rennen zu unterbrechen.

"Dadurch habe ich einen extremen Nachteil gehabt", erklärt Tim Sandtler gegenüber motorsport-magazin.com. Mit dem Deutschen waren unter anderem Kamui Kobayashi und Yelmer Buurmann an der Box. Dort blieben sie auch erstmal, denn die Ampel am Ausgang der Boxengasse war auf rot geschaltet. "Wir haben fast zwei Runden verloren. Das Safety-Car hätte völlig gereicht. Das war ein klarer Fehler der Rennleitung."

Zuvor lief es sehr gut, ähnlich wie in Brands Hatch. Der Speed ist bei Jo Zeller Racing auf jeden Fall vorhanden. Nur das nötige Glück hat heute gefehlt. "Ich hatte einen guten Start und wäre beinahe an Sebastién Buemi vorbeikommen, doch hat gerade noch rechtzeitig die Tür zugemacht. In der Anfangsphase musste ich mich auf das neue Setup einschießen, danach konnte ich gut mitfahren", so Sandtler, der auch im Regen schnell unterwegs war. "Ich hab im Regen eine der besten Zeiten gefahren. Zwar hab ich mich einmal im Zweikampf mit Kobayashi gedreht, dort aber nur wenig Zeit verloren. Das ganze Rennen war ärgerlich. Morgen stehe ich zwar nur auf Platz 10, werde aber trotzdem alles geben."