Sebastian Vettel gegen Paul di Resta. Nachdem das Titelduell in der Formel 1 seit Suzuka entschieden scheint, konzentrierte sich die Spannung in der Motorsportwelt auf die Formel 3 EuroSeries. Aber auch dort fiel am vorletzten Rennwochenende in Le Mans eine Art Vorentscheidung.
Zweimal blieb Sebastian Vettel ohne Punkte. "Das Wochenende war für ihn nicht so der Kracher - das war's dann wohl", sagte motorsport-magazin.com-Experte Sven Heidfeld. "Das lag auch an der Zurückstufung vom Samstag. Das war ausschlaggebend für das ganze Wochenende", fuhr Sven fort. "Auch sein Dreher im 1. Rennen war Pech. Er war schon auf Platz 3 nach vorne gekommen und musste alles geben, um Meister zu werden. Dann hat er unglücklich die Kerbs erwischt."
Noch ärgerlicher war es, dass Vettel sein Auto danach nicht sofort wieder in Gang bekam und statt ein, zwei Plätzen gleich deren acht oder neun verlor. "Als Neunter blieb er nicht nur ohne Punkte, als Achter wäre er auch auf der Pole für Sonntag gestanden. Dann hätte er gewinnen können und es wäre in Hockenheim mehr möglich gewesen."
Aber es lag nicht alles nur am Pech. "Er war schnell, aber bei den letzten Rennen hat er es ab und zu etwas übertrieben", stellte Sven fest. "Andererseits ist es richtig. Irgendwann muss er diese Fehler abstellen, aber auch Michael Schumacher ist das schon öfter passiert." Das gehört eben dazu, wenn man immer am Limit fährt oder wie Sebastian öfter einmal darüber hinausgeht.
Besonders gut gefallen hat Sven die Strecke in Le Mans, auf der man gut sehen konnte, "wer am Limit" war. Meistens war es Sebastian Vettel, der am weitesten über die Kerbs neben die Strecke räuberte. Sein Teamkollege und Titelrivale Paul di Resta konnte es hingegen "vorsichtig" angehen lassen und wollte die wichtigen Punkte für die Meisterschaft nach Hause fahren. "Es wäre für ihn noch mehr möglich gewesen, aber er musste nicht", sagte Sven. Vielleicht hat das Sebastian Vettel gefehlt...



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